Rückblende

Italienisches Kulturinstitut München:

Filmreihe “ L’opera riscoperta”

 

Mit dieser Reihe sollen verborgene Schätze gehoben werden: Opern, die seinerzeit große Erfolge waren, aber inzwischen aus den unterschiedlichsten Gründen vergessen sind oder nicht aus dem Schatten der großen Geschwister heraustreten konnten. Nachdem bereits im Verdi-Jahr 2013 mehrere Monate der Präsentation von „Tutto Verdi“ gewidmet wurden, dem von UNITEL produzierten ersten und einzigen audiovisuellen Zyklus aller Verdi-Opern, wird mit Johann Simon Mayr ein erst kürzlich wiederentdeckter Komponist präsentiert sowie unbekanntere Opern bekannter Komponisten.

 

Dienstag, 10. November 2015, 18 Uhr
“Medea in Corinto” – Oper von Johann Simon Mayr
Bayerische Staatsoper/Unitel Classica 2010, 151 Min., OmdU

 

Genauere Informationen unter:

http://www.iicmonaco.esteri.it/IIC_Monaco/webform/SchedaEvento.aspx?id=993&citta=Monaco

 

 

Die DVD ist auch bei der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft erhältlich (vgl. Rubrik "Angebote" bzw. "Angebote für Mitglieder").

Schicksalhaftes in c-Moll
Ingolstadt (DK) Eine reine Intonation – das war das Erstaunlichste am Samstagabend in der Ingolstädter Franziskanerbasilika. Dort führte der Kirchenmusiker Franz Raml mit dem Hassler-Consort und dem Projektchor Incanto Corale verschiedene Werke Johann Simon Mayrs in dessen 170. Todesjahr auf. Die reine Intonation war deshalb so erstaunlich, weil sich das

Foto: Engel

Hassler-Consort auf historische Aufführungspraxis spezialisiert hat und nur auf historischen Instrumenten musiziert. Die Streichinstrumente haben Darmseiten und die Celli keinen Stachel – die Cellisten müssen ihr Instrument aus eigener Muskelkraft zwischen den Schenkeln halten. Die Blechblasinstrumente haben keine Ventile und die Holzblasinstrumente viel weniger Klappen als heute, außerdem sind sie aus anderen Holzmaterialien. Das alles führt dazu, dass Musizieren auf historischen Instrumenten eine wahnsinnig heikle und anspruchsvolle Aufgabe ist – die das Hassler-Consort vorzüglich meisterte. Die Musiker spielten die Werke mit sichtbarer Freude und Elan, die Holzbläser hatten einen wunderbar weichen und runden Ton, und von den Naturhörnern hörte man keinen einzigen Kiekser. Nur bei „Misere c-Moll“, bei dem die Streicher pausierten und nur die Bläser in einer Harmoniebesetzung den Chor begleiteten, waren die Naturposaune und -trompete nicht ganz eins mit den Hörnern – was aber daran lag, dass sie zu weit auseinander saßen.

Der Chor, der schon öfter mit dem Hassler-Consort auftrat, machte seine Sache gut in Sachen Homogenität und Klang. Allerdings hätte er präsenter sein können.

Als Solisten besetzte Franz Raml für den Sopran Susanne Bernhard, als Mezzosopran Ursula Eittinger, Tobias Haaks als Tenor und Christian Feichtmair als Baritonstimme. Gerade Letztere stach mit einer breiten Palette von liedsanft bis arienkraftvoll unter den vier wunderbar agierenden Sängern besonders heraus.

Franz Raml hatte sich für den Abend die Tonart c-Moll herausgesucht. Fast alle Werke des Abends waren in dieser Tonart und hatten irgendwie mit Tod und Begräbnis zu tun. Denn am 2. Dezember ist Johann Simon Mayrs 170. Todestag.

Am Anfang stand „Stabat Mater“ – ein mittelalterliches Gedicht, in dem Jesu Mutter den Bekreuzigten besingt und das schon viele Komponisten vertont haben. Es folgte „Pange lingua“ – ein Duett für Sopran, Bariton und Orchester. Mayr nahm sich dafür ein Duett aus der Oper „La Lodoiska“ zur Vorlage. Das Magnificat in – ausnahmsweise – C-Dur wählte Franz Raml aus, weil es noch nicht so oft aufgeführt wurde. Für Mayrs Beerdigung komponierte einer seiner Schüler, Carlo Evasio Soliva (1791–1853), das „Compianto sulla tomba die Giovanni Simone Mayr“.

Als krönenden Abschluss interpretierte das Ensemble zwei Teile aus Mayrs imposanter und virtuoser „Einsiedeln Messe“ – das Kyrie und das Gloria.

Von Christine Engel

"Mayr ist nicht schlechter als Schubert"

Ingolstadt (DK) Simon Mayr im Originalklang? An diesem Wochenende wird sich der Spezialist für historische Aufführungspraxis, Franz Raml, den Mendorfer Komponisten vornehmen und geistliche Musik zusammen mit dem Hassler-Consort aufführen. Im Interview erläutert der Cembalist und Dirigent, warum er Simon Mayr (1763–1845) für wichtig hält.

Foto: privat

Was bedeutet historische Aufführungspraxis bei Mayr?

Franz Raml: Die Grundidee ist folgende: Die Stücke einer bestimmten Epoche sollen auch mit den Instrumenten aus dieser Epoche aufgeführt werden. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass man etwa Johann Sebastian Bach mit Barockinstrumenten aufführt. Das ist der eine Aspekt. Der andere ist die angemessene Stilistik. Die ist irgendwann Anfang des 20. Jahrhunderts verloren gegangen, als Dirigenten wie Toscanini oder Karajan den Werken einen ganz anderen Klang übergestülpt haben. Dadurch ist ein ganzer Kosmos der Musik verloren gegangen. Eigentlich gehört es zur Interpretation, dass man ein Musikstück zeitlich einordnet und entsprechend seiner Stilistik aufführt.

Was bedeutet das nun speziell bei Mayr.

Raml: Simon Mayr ist ein später Wiener klassischer Komponist. Für mich ist da nichts enthalten, was man als romantisch oder frühromantisch bezeichnen könnte. Das fängt bei der Orchesterbesetzung an. Ich gestalte Mayr so, wie ich auch Haydn und Beethoven gestalten würde. Und das ist ja beileibe kein musikalisches Neuland. Diese Musik führe ich bereits seit vielen Jahren auf.

Wie groß ist denn das Orchester bei Ihnen?

Raml: Genau 30 Leute.

Was reizt Sie überhaupt an diesem Komponisten?

Raml: Ich bin immer schon sehr an Komponisten interessiert, die durch die Großen der Musikgeschichte, durch Haydn, Mozart, Brahms usw., in Vergessenheit geraten sind, ja zurückgedrängt worden sind. Da habe ich sehr viele Komponisten aus dem süddeutschen und österreichischen Raum erstmals wieder aufgeführt. Ich habe da viel in Bibliotheken gewühlt und mir inzwischen einen ganz guten Überblick verschafft, welche Meister es verdienen wieder aufgeführt zu werden. Da ist für mich Mayr ganz vorne dran. Das ist für mich kein Komponist der zweiten Reihe, sondern er gehört ganz nach vorne. Die Kirchenmusik, die wir aufführen, erinnert an Haydn und auch an Schubert. Für mich ist Mayr nicht schlechter als Schubert. Nun gut, er hat nicht diese 600 Lieder geschrieben. Aber sonst? Er steht definitiv keinem Komponisten seiner Zeit irgendwie nach.

Welche Stücke haben Sie speziell für dieses Konzert rausgesucht?

Raml: Es ist ein Konzert in c-Moll. Fast alle Stücke dieses Abends stehen in dieser Tonart. Gespielt werden geistliche Stücke aus der frühen Schaffensperiode und aus späteren Phasen. Mein Ziel war es aber auch, speziell noch nicht bekannte Stücke aufzuführen. Da ist etwa ein Magnificat in C-Dur. Außerdem zwei Stücke, die zu seiner Beerdigung gespielt wurden: ein Miserere, bei dem Mayr ganz und gar auf die Streicher verzichtet. Und ein speziell für diesen Anlass komponiertes Stück von Carlo Evasio Soliva, wahrscheinlich einem Schüler von Mayr. Bei diesem Werk bemerkt man allerdings, dass es bereits romantisch ist.

Worauf darf man sich bei diesem Konzert besonders freuen?

Raml: Jedes Werk hat einen besonderen Charakter, sie alle sind Schmuckstücke, ein Genuss von hinten bis vorne.

Das Interview führte Jesko Schulze-Reimpell.

 

Rupp neuer Ehrenpräsident

Blickpunkt, veröffentlicht am Donnerstag, 16. Juli 2015

 

(kk) Hohe Auszeichnung: Rainer Rupp (links) ist der neue Ehrenpräsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft. Präsident Professor Joachim Genosko überreichte an Rupp die Goldene Ehrennadel und eine Ehrenurkunde. Genosko würdigte die Verdienste von Rainer Rupp, der sich als langjähriger Präsident um die Simon-Mayr-Gesellschaft verdient gemacht hat und diese entscheidend mitgeprägt hat. Die Auszeichnung fand am Ende einer Mitgliederversammlung im Kamerariat statt. (Foto: Kajt Kastl)

 

 + Im März 2015 ist zu unserem großen Bedauern unser langjähriges Mitglied aus Wien, Herr Herbert Koblischke, nach längerer schwerer Krankheit verstorben.

Herr Koblischke war nicht nur ein treuer Anhänger Mayrs und seiner Musik, sondern zugleich in gewisser Weise auch der „Vertreter“ der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft in der Musikstadt Wien. Für unsere Homepage erstellte er mit großer Hingabe und Kompetenz die Hörproben zu den bei Oehms Classics erschienenen Mayr-Einspielungen. Er wird uns in seinem unermüdlichen Engagement sowohl für diese Tonbeispiele als auch für Simon Mayr überhaupt unvergessen bleiben. + 

Huldigung und Revolutionsmusik

Ingolstadt (DK) Genau das wollte er auf jeden Fall verhindern: dass man seine dritte Sinfonie zu Ehren von Kaiser Napoleon aufführt. Dass man sie überhaupt in einen Zusammenhang setzt mit diesem so unrepublikanischen Herrscher.

 

Musizierten für Napoleon: Georgisches Kammerorchester, Philharmonischer Chor München und die Solisten Andrew Lepri Meyer, Magdalena Dijkstra und Agnes Preis. - Foto: Schaffer

Ingolstadt: Huldigung und Revolutionsmusik - Lesen Sie mehr auf:
http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Ingolstadt-Huldigung-und-Revolutionsmusik;art598,3056818#plx1985114182

 

Musizierten für Napoleon: Georgisches Kammerorchester, Philharmonischer Chor München und die Solisten Andrew Lepri Meyer, Magdalena Dijkstra und Agnes Preis. - Foto: Schaffer

Der freiheitsliebende Ludwig van Beethoven wird sich wegen des Konzerts des Georgischen Kammerorchesters im Rahmen der Ausstellung „Napoleon und Bayern“ wahrscheinlich im Grabe herumdrehen. Nicht umsonst hat er die Widmung an Napoleon zurückgezogen, als er erfuhr, dass der Franzose sich selbst zum Kaiser gekrönt hatte. Anders sieht das schon bei Simon Mayr (1763–1845) aus, dem anderen Komponisten, der im Mittelpunkt des Abends im Ingolstädter Festsaal steht. Seine Festkantate „Traiano all’Eufrate“ ist Musik gewordene Huldigung des Herrschers anlässlich dessen Namenstags am 15. August.

Aber das ist keineswegs der einzige Unterschied zwischen den beiden Werken (und auch der dritten Komposition an diesem Abend, der Ouvertüre zu „La Lodoiska“), die im Abstand von nur wenigen Jahren komponiert wurden: die Werke von Mayr 1799 und 1807, Beethovens „Eroica“ 1802/03. Die Stücke trennt Welten, so ungeheuer innovativ, so unglaublich einflussreich sie auch sein mögen. Mayrs Kantate bereitet bereits eine neue Epoche vor, die Romantik, Beethovens 3. Sinfonie vollendet ein Zeitalter, das der Klassik.

Wie geht Mayr mit dem Thema Napoleon um? Auf den ersten Blick konventionell. Er spiegelt Napoleons Heldentum in einer Geschichte aus der Antike – ein damals übliches Vorgehen. Trajan, der siegreiche Feldherr in der Schlacht am Euphrat, geht freundlich auf seine Feinde zu und verspricht ihnen Frieden. Ungewöhnlicher ist die musikalische Behandlung des Stoffs. Mayr vermeidet die Stilistik der Wiener Klassik, die ausufernde Motiv-Verarbeitung, die polyphonen Verästelungen, die scharfen Kontraste der Themen. Vielmehr setzt er auf einfache Effekte: die militanten Trommelwirbel am Anfang, das kriegerische Trompetensignal, das Schlachtgetümmel in den Streichern, das Gegenübertreten von Siegern und Besiegten im Doppelchor. Vor allem aber gewinnt er das Publikum mit einer italienisch anmutenden (immer noch an Haydn erinnernden) unterhaltsam-leichten Melodik und Rossinihaften Steigerungen.

Sebastian Tewinkel leitet das Georgische Kammerorchester und den eindrucksvoll massiv auftretenden Philharmonischen Chor München souverän. Einen vorzüglichen Eindruck hinterließen die drei Gesangssolisten: Agnes Preis mit ihrem hohen, alles überstrahlenden Sopran, Magdalena Dijkstra durch die Natürlichkeit ihrer technisch hervorragend geführten Stimme und Andrew Lepri Meyer durch das warme Timbre seines Tenors.

Nach dem leichtgewichtigen, kurzen und kurzweiligen Einstieg hätte der Kontrast zum Beethoven im zweiten Teil des Abends kaum größer sein können. Für das Kammerorchester bedeutete das nächste Stück den Übergang von nahezu völlig unbekannten Werken zu einem der bekanntesten Repertoire-Stücke mit schier unübersichtlich vielen Interpretationen. Tewinkel geht mit der Situation überraschend selbstsicher und eindrucksvoll um. So wie er die gewinnende, volkstümliche Melodik, den optimistischen Überschwang der Mayr-Kantate mit leichter Hand zelebriert, so wühlt er sich nun um so ernsthafter, leidenschaftlicher in die zerklüftete Motivarbeit, in die heroischen Orchestereruptionen der Ecksätze, die zermürbende Harmonik des Trauermarschs, das manische Streicher-Stakkato des Scherzos.

Tewinkel wählt einen überzeugenden Mittelweg zwischen der oft unterkühlten, analytischen und etwas hektischen Tonsprache der Originalklang-Ensembles und dem schwerfälligen Breitwandsound der traditionelleren Sinfonieorchester. Sein Beethoven bleibt schlank, ohne zu überhitzen, lässt sich Zeit für die großen Kontraste und Steigerungen und bleibt im Zeitmaß unerbittlich voranschreitend. Eine spannende Auslegung, eine feurige Revolutionsmusik, deren brutale Gewalt vor allem von den Bläsern ausgeht. Ein widerspenstiger musikalischer Stoff, sperrig, voller Fugen-Furor, vom GKO manchmal laut und kratzig wiedergegeben und dann wieder von traumschönen, weichen Klarinetten- und Oboenklängen unterbrochen. Was für ein wunderbarer symphonischer Wahnsinn! Keine Napoleon-Huldigung wie bei Mayr, sondern ein Schlachtengemälde des heroischen Revolutionskampfes. Begeisterter Beifall aus dem leider nur spärlich besetzten Festsaal.

Von Jesko Schulze-Reimpell

Am Samstag, den 13.06. 2015, singt zum Vorabendgottesdienst um 18 Uhr in St. Canisius / Ringsee in Ingolstadt singt der Kirchenchor Altmannstein unter der Leitung von Wolfgang Schlagbauer die "Missa per la Domenica di Palme" sowie einige weitere geistliche Werke von Johann Simon Mayr.

 

 

"Missa per la Domenica di Palme" mit Orgel und Basso continuo

(Gloria aus der Missa in B-Dur von Johann Simon Mayr)

Ave maris stella

Figlio deh tornao figlio

Eja mater

o panis de ciel

 

Ausführende:

Kirchenchor Altmannstein

Fatima Vaillencourt - Cello

Klaus Schroeder - Kontrabass

Johannes Kammerl - Orgel

Gesamtleitung: Wolfgang Schlagbauer

 

 

www.kirchenchor-altmannstein.tl

 

facebook: https://www.facebook.com/kirchenchor.altmannstein

Verleihung der Goldenen Bürgermedaille an Ehrenpräsident Rainer Rupp

Bericht im Kulturkanal anhören...

 

Goldene Bürgermedaille für Rainer Rupp

 

Finale in Arosa

Ingolstadt (DK) Es hätte der Durchbruch für den Mendorfer Komponisten Simon Mayr sein können: ein eigenes Festival für den Vorromantiker im schweizerischen Arosa. In dem kleinen Ferienort wollte man im zweijährigen Wechsel jeweils eine kleine komische Oper, eine Farsa, von Mayr auf die Bühne bringen.

 


 

Ein Erfolg war „Der Essighändler“ 2012 in Arosa - Foto: Homberger

Dabei sollte auch mit Ingolstadt kooperiert werden. So würde die komische Oper jeweils auch als Gastspiel in der Region Ingolstadt gezeigt werden. Im Austausch würde jedes Jahr zur Jahreswende das Georgische Kammerorchester in Arosa ein Gastkonzert geben.

Einmal nur kam es zu diesem Kulturaustausch mit Orchesterkonzert und Operngastspiel. Bis heute. Denn inzwischen muss die Kooperation als gescheitert betrachtet werden. Angela Buxhofer, die Vorsitzende des Kulturkreises Arosa, kündigte kürzlich ihren Ingolstädter Partnern, der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft und dem Georgischen Kammerorchester, die Zusammenarbeit aus finanziellen Gründen.

Nachdem die Schweizer Nationalbank den Franken nicht mehr stützt, fürchten viele Unternehmen offenbar eine Wirtschaftskrise heraufziehen und kürzen ihre Sponsoren-Gelder für Kulturinitiativen. Außerdem will sich der Kulturkreis in Arosa nach dem überraschenden Tod von Christian Buxhofer im vergangenen Jahr nun neu ausrichten und mit einer anderen Art von Musik ein größeres Publikum ansprechen, wie man hört.

In Ingolstadt bedauert der Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft, Joachim Genosko, das Ende der Kooperation. Künstlerische Gründe für das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit gibt es offenbar nicht. Die Mayr-Farsas kamen hervorragend beim Publikum an, und das sehr gut besuchte Konzert des Georgischen Kammerorchesters in Arosa wurde von der örtlichen Zeitungskritik gefeiert.

Aber Genosko hat sich bereits auf die Suche nach Ersatzprojekten gemacht. Im September dieses Jahres wird er das Georgische Kammerorchester bei einem Gastspiel in Györ begleiten.

Dort will er mit dem Sinfonieorchester Györ über eine längerfristige Zusammenarbeit reden. Angedacht ist die Produktion einer Ballettversion von Mayrs Requiem, die dann möglichst auch in Ingolstadt gezeigt werden soll. Die Idee für dieses Projekt kam übrigens aus der Autostadt Györ. Verwirklicht werden könnte das Projekt 2016 oder 2017.

Von Jesko Schulze-Reimpell

Finale in Arosa

Bild: Finale in Arosa. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Es hätte der Durchbruch für den Mendorfer Komponisten Simon Mayr sein können: ein eigenes Festival für den Vorromantiker im schweizerischen Arosa. In dem kleinen Ferienort wollte man im zweijährigen Wechsel jeweils eine kleine komische Oper, eine Farsa, von Mayr auf die Bühne bringen.

Ingolstadt (DK) Es hätte der Durchbruch für den Mendorfer Komponisten Simon Mayr sein können: ein eigenes Festival für den Vorromantiker im schweizerischen Arosa. In dem kleinen Ferienort wollte man im zweijährigen Wechsel jeweils eine kleine komische Oper, eine Farsa, von Mayr auf die Bühne bringen.

Ingolstadt: Finale in Arosa
Ein Erfolg war „Der Essighändler“ 2012 in Arosa - Foto: Homberger

Dabei sollte auch mit Ingolstadt kooperiert werden. So würde die komische Oper jeweils auch als Gastspiel in der Region Ingolstadt gezeigt werden. Im Austausch würde jedes Jahr zur Jahreswende das Georgische Kammerorchester in Arosa ein Gastkonzert geben.

Einmal nur kam es zu diesem Kulturaustausch mit Orchesterkonzert und Operngastspiel. Bis heute. Denn inzwischen muss die Kooperation als gescheitert betrachtet werden. Angela Buxhofer, die Vorsitzende des Kulturkreises Arosa, kündigte kürzlich ihren Ingolstädter Partnern, der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft und dem Georgischen Kammerorchester, die Zusammenarbeit aus finanziellen Gründen.

Nachdem die Schweizer Nationalbank den Franken nicht mehr stützt, fürchten viele Unternehmen offenbar eine Wirtschaftskrise heraufziehen und kürzen ihre Sponsoren-Gelder für Kulturinitiativen. Außerdem will sich der Kulturkreis in Arosa nach dem überraschenden Tod von Christian Buxhofer im vergangenen Jahr nun neu ausrichten und mit einer anderen Art von Musik ein größeres Publikum ansprechen, wie man hört.

In Ingolstadt bedauert der Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft, Joachim Genosko, das Ende der Kooperation. Künstlerische Gründe für das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit gibt es offenbar nicht. Die Mayr-Farsas kamen hervorragend beim Publikum an, und das sehr gut besuchte Konzert des Georgischen Kammerorchesters in Arosa wurde von der örtlichen Zeitungskritik gefeiert.

Aber Genosko hat sich bereits auf die Suche nach Ersatzprojekten gemacht. Im September dieses Jahres wird er das Georgische Kammerorchester bei einem Gastspiel in Györ begleiten.

Dort will er mit dem Sinfonieorchester Györ über eine längerfristige Zusammenarbeit reden. Angedacht ist die Produktion einer Ballettversion von Mayrs Requiem, die dann möglichst auch in Ingolstadt gezeigt werden soll. Die Idee für dieses Projekt kam übrigens aus der Autostadt Györ. Verwirklicht werden könnte das Projekt 2016 oder 2017.

Von Jesko Schulze-Reimpell

Ingolstadt: Der Ferienort will keine Opern von Simon Mayr mehr produzieren - Lesen Sie mehr auf:
http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Ingolstadt-Finale-in-Arosa;art598,3022278#plx1367332227

Dr. Siegfried Hofmann, der Anfang November 2014 verstarb, war als Ingolstädter Kulturreferent und Historiker ein wesentlicher Wegbereiter der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft. Diese wird ihn mit großer Dankbarkeit und tiefem Respekt in Erinnerung behalten.

 

 

 

"Ein Wissenschaftler mit Herz"

Ingolstadt (DK, 03.11. 2014) Er galt als das Gedächtnis der Stadt. Kaum ein anderer wusste so viel über Ingolstadt wie Siegfried Hofmann. Der promovierte Historiker schrieb unter anderem die Ingolstadt-Bände. Einen weiteren Teilband zu vollenden, blieb ihm verwehrt. Im Alter von 84 Jahren ist Siegfried Hofmann am Wochenende gestorben.

„Er ist friedlich eingeschlafen“, berichtete gestern Alt-OB und Ehrenbürger Peter Schnell. Hofmanns Frau habe ihm die Nachricht vom Tod ihres Gatten überbracht. Schnell beschreibt den ehemaligen Kulturreferenten, Stadtheimatpfleger und Stadtarchivar als „exzellenten Mann, der sich sehr um die Stadt und die Kultur dieser Stadt verdient gemacht hat“.

Dabei ist Siegfried Hofmann eigentlich gar kein Schanzer. Er kam am 13. Februar 1930 in Nürnberg auf die Welt. Seine Kindheit verbrachte er im Altmühltal, in die Oberschule ging er in Eichstätt. Später studierte Siegfried Hofmann an der Ludwig-Maximilians-Universität München Historische Hilfswissenschaften, Bayerische Geschichte, Geschichte und Theologie. 1956 promovierte er mit einer Dissertation über das „Urkundenwesen, Kanzlei und Regierungssystem der Herzoge von Bayern und Pfalzgrafen bei Rhein von 1180/1214 bis 1255/1294“. In München besuchte Hofmann die Bayerische Archivschule, die er 1960 mit der Staatsprüfung für den höheren Archivdienst abschloss. Am 1. Juli 1960 trat er die Stelle des Leiters von Stadtarchiv, Wissenschaftlicher Bibliothek und Schlossmuseum an.

„Das geschichtliche Erbe einer Stadt bedarf einer besonderen Pflege und Vermittlung, unermüdlicher Forschung und Publikationen und nicht zuletzt einer Person, die dieses Erbe glaubwürdig und intensiv weiterträgt, mit vielen Disziplinen verbindet und den Menschen nahebringt“, schreibt Heimatforscher Kurt Scheuerer in seiner „Materialsammlung zur Geschichte von Ingolstadt“. Die Stadt Ingolstadt habe „das große Glück, gerade mit Herrn Dr. Siegfried Hofmann jene außerordentliche Begabung gefunden zu haben, Kultur auf vielen Gebieten zu fördern und zu gestalten“. Hofmann gehöre zu den „herausragendsten und vielseitigsten Forschern Ingolstadts“, der es verstanden habe, Stadtgeschichte mit einer unerreichten Fülle an Themen der Theologie, Kunstgeschichte und Geschichte zu verbinden. Oder, wie es Peter Schnell formulierte: „Er war ein Wissenschaftler mit Herz.“

Von 1961 bis 1997 war Siegfried Hofmann Stadtheimatpfleger. Sein besonderes Anliegen galt der Erhaltung historischer Bausubstanz. 1971 wurde er zum Vorsitzenden des Historischen Vereins Ingolstadt gewählt. Als das Stadtmuseum 1981 im Kavalier Hepp neu eröffnet wurde, trug das Gesamtkonzept die Handschrift Hofmanns. 1990 wurde er Kulturreferent der Stadt. Dieses Amt hatte Hofmann bis zu seiner Pensionierung 1994 inne.

Als Siegfried Hofmann 2006 den Kulturpreis der Stadt Ingolstadt verliehen bekam, bezeichnete ihn der damalige Oberbürgermeister Alfred Lehmann als „engagierten, begeisterungsfähigen und temperamentvollen Sinnenmensch“. In unermüdlichem Akten- und Quellenstudium habe Hofmann grundlegende Werke zu fast allen Epochen der Stadt und der Region geschaffen – gekrönt von dem zweibändigen Ingolstadt-Werk, das Hofmann 1974 zusammen mit Professor Theodor Müller und Dr. Wilhelm Reissmüller herausgebracht hatte.

Vor einem Jahr – im Oktober 2013 – wurde Hofmann mit der Goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet. Lehmann nannte ihn in diesem Zusammenhang einen „typischen Unruheständler“, der nach Ende seiner Dienstzeit bei der Stadt enorm viel Zeit in seine wissenschaftliche Arbeit gesteckt und sich „die Erforschung der Stadtgeschichte zur Lebensaufgabe gemacht“ habe.

Auch lange nach seiner Zeit als Kulturreferent war Hofmann bei Kulturveranstaltungen gefragter Gast – etwa als Redner bei Ausstellungseröffnungen. Hofmann redete nicht so schnell, dafür aber meist deutlich länger als sein Nachfolger im Amt.

Kulturreferent Gabriel Engert betonte gestern, Hofmann habe „für das Kulturleben der Stadt die entscheidenden Weichen gestellt“.

Von Ruth Stückle

"Ein Wissenschaftler mit Herz"

Bild:

Ingolstadt (DK) Er galt als das Gedächtnis der Stadt. Kaum ein anderer wusste so viel über Ingolstadt wie Siegfried Hofmann. Der promovierte Historiker schrieb unter anderem die Ingolstadt-Bände. Einen weiteren Teilband zu vollenden, blieb ihm verwehrt. Im Alter von 84 Jahren ist Siegfried Hofmann am Wochenende gestorben.

Ingolstadt: "Ein Wissenschaftler mit Herz"
Siegfried Hofmann

„Er ist friedlich eingeschlafen“, berichtete gestern Alt-OB und Ehrenbürger Peter Schnell. Hofmanns Frau habe ihm die Nachricht vom Tod ihres Gatten überbracht. Schnell beschreibt den ehemaligen Kulturreferenten, Stadtheimatpfleger und Stadtarchivar als „exzellenten Mann, der sich sehr um die Stadt und die Kultur dieser Stadt verdient gemacht hat“.

Dabei ist Siegfried Hofmann eigentlich gar kein Schanzer. Er kam am 13. Februar 1930 in Nürnberg auf die Welt. Seine Kindheit verbrachte er im Altmühltal, in die Oberschule ging er in Eichstätt. Später studierte Siegfried Hofmann an der Ludwig-Maximilians-Universität München Historische Hilfswissenschaften, Bayerische Geschichte, Geschichte und Theologie. 1956 promovierte er mit einer Dissertation über das „Urkundenwesen, Kanzlei und Regierungssystem der Herzoge von Bayern und Pfalzgrafen bei Rhein von 1180/1214 bis 1255/1294“. In München besuchte Hofmann die Bayerische Archivschule, die er 1960 mit der Staatsprüfung für den höheren Archivdienst abschloss. Am 1. Juli 1960 trat er die Stelle des Leiters von Stadtarchiv, Wissenschaftlicher Bibliothek und Schlossmuseum an.

„Das geschichtliche Erbe einer Stadt bedarf einer besonderen Pflege und Vermittlung, unermüdlicher Forschung und Publikationen und nicht zuletzt einer Person, die dieses Erbe glaubwürdig und intensiv weiterträgt, mit vielen Disziplinen verbindet und den Menschen nahebringt“, schreibt Heimatforscher Kurt Scheuerer in seiner „Materialsammlung zur Geschichte von Ingolstadt“. Die Stadt Ingolstadt habe „das große Glück, gerade mit Herrn Dr. Siegfried Hofmann jene außerordentliche Begabung gefunden zu haben, Kultur auf vielen Gebieten zu fördern und zu gestalten“. Hofmann gehöre zu den „herausragendsten und vielseitigsten Forschern Ingolstadts“, der es verstanden habe, Stadtgeschichte mit einer unerreichten Fülle an Themen der Theologie, Kunstgeschichte und Geschichte zu verbinden. Oder, wie es Peter Schnell formulierte: „Er war ein Wissenschaftler mit Herz.“

Von 1961 bis 1997 war Siegfried Hofmann Stadtheimatpfleger. Sein besonderes Anliegen galt der Erhaltung historischer Bausubstanz. 1971 wurde er zum Vorsitzenden des Historischen Vereins Ingolstadt gewählt. Als das Stadtmuseum 1981 im Kavalier Hepp neu eröffnet wurde, trug das Gesamtkonzept die Handschrift Hofmanns. 1990 wurde er Kulturreferent der Stadt. Dieses Amt hatte Hofmann bis zu seiner Pensionierung 1994 inne.

Als Siegfried Hofmann 2006 den Kulturpreis der Stadt Ingolstadt verliehen bekam, bezeichnete ihn der damalige Oberbürgermeister Alfred Lehmann als „engagierten, begeisterungsfähigen und temperamentvollen Sinnenmensch“. In unermüdlichem Akten- und Quellenstudium habe Hofmann grundlegende Werke zu fast allen Epochen der Stadt und der Region geschaffen – gekrönt von dem zweibändigen Ingolstadt-Werk, das Hofmann 1974 zusammen mit Professor Theodor Müller und Dr. Wilhelm Reissmüller herausgebracht hatte.

Vor einem Jahr – im Oktober 2013 – wurde Hofmann mit der Goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet. Lehmann nannte ihn in diesem Zusammenhang einen „typischen Unruheständler“, der nach Ende seiner Dienstzeit bei der Stadt enorm viel Zeit in seine wissenschaftliche Arbeit gesteckt und sich „die Erforschung der Stadtgeschichte zur Lebensaufgabe gemacht“ habe.

Auch lange nach seiner Zeit als Kulturreferent war Hofmann bei Kulturveranstaltungen gefragter Gast – etwa als Redner bei Ausstellungseröffnungen. Hofmann redete nicht so schnell, dafür aber meist deutlich länger als sein Nachfolger im Amt.

Kulturreferent Gabriel Engert betonte gestern, Hofmann habe „für das Kulturleben der Stadt die entscheidenden Weichen gestellt“.

Von Ruth Stückle

Ingolstadt: Ehemaliger Kulturreferent und Stadtheimatpfleger Siegfried Hofmann ist am Wochenende gestorben - Lesen Sie mehr auf:
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"Ein Wissenschaftler mit Herz"

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Ingolstadt (DK) Er galt als das Gedächtnis der Stadt. Kaum ein anderer wusste so viel über Ingolstadt wie Siegfried Hofmann. Der promovierte Historiker schrieb unter anderem die Ingolstadt-Bände. Einen weiteren Teilband zu vollenden, blieb ihm verwehrt. Im Alter von 84 Jahren ist Siegfried Hofmann am Wochenende gestorben.

Ingolstadt: "Ein Wissenschaftler mit Herz"
Siegfried Hofmann

„Er ist friedlich eingeschlafen“, berichtete gestern Alt-OB und Ehrenbürger Peter Schnell. Hofmanns Frau habe ihm die Nachricht vom Tod ihres Gatten überbracht. Schnell beschreibt den ehemaligen Kulturreferenten, Stadtheimatpfleger und Stadtarchivar als „exzellenten Mann, der sich sehr um die Stadt und die Kultur dieser Stadt verdient gemacht hat“.

Dabei ist Siegfried Hofmann eigentlich gar kein Schanzer. Er kam am 13. Februar 1930 in Nürnberg auf die Welt. Seine Kindheit verbrachte er im Altmühltal, in die Oberschule ging er in Eichstätt. Später studierte Siegfried Hofmann an der Ludwig-Maximilians-Universität München Historische Hilfswissenschaften, Bayerische Geschichte, Geschichte und Theologie. 1956 promovierte er mit einer Dissertation über das „Urkundenwesen, Kanzlei und Regierungssystem der Herzoge von Bayern und Pfalzgrafen bei Rhein von 1180/1214 bis 1255/1294“. In München besuchte Hofmann die Bayerische Archivschule, die er 1960 mit der Staatsprüfung für den höheren Archivdienst abschloss. Am 1. Juli 1960 trat er die Stelle des Leiters von Stadtarchiv, Wissenschaftlicher Bibliothek und Schlossmuseum an.

„Das geschichtliche Erbe einer Stadt bedarf einer besonderen Pflege und Vermittlung, unermüdlicher Forschung und Publikationen und nicht zuletzt einer Person, die dieses Erbe glaubwürdig und intensiv weiterträgt, mit vielen Disziplinen verbindet und den Menschen nahebringt“, schreibt Heimatforscher Kurt Scheuerer in seiner „Materialsammlung zur Geschichte von Ingolstadt“. Die Stadt Ingolstadt habe „das große Glück, gerade mit Herrn Dr. Siegfried Hofmann jene außerordentliche Begabung gefunden zu haben, Kultur auf vielen Gebieten zu fördern und zu gestalten“. Hofmann gehöre zu den „herausragendsten und vielseitigsten Forschern Ingolstadts“, der es verstanden habe, Stadtgeschichte mit einer unerreichten Fülle an Themen der Theologie, Kunstgeschichte und Geschichte zu verbinden. Oder, wie es Peter Schnell formulierte: „Er war ein Wissenschaftler mit Herz.“

Von 1961 bis 1997 war Siegfried Hofmann Stadtheimatpfleger. Sein besonderes Anliegen galt der Erhaltung historischer Bausubstanz. 1971 wurde er zum Vorsitzenden des Historischen Vereins Ingolstadt gewählt. Als das Stadtmuseum 1981 im Kavalier Hepp neu eröffnet wurde, trug das Gesamtkonzept die Handschrift Hofmanns. 1990 wurde er Kulturreferent der Stadt. Dieses Amt hatte Hofmann bis zu seiner Pensionierung 1994 inne.

Als Siegfried Hofmann 2006 den Kulturpreis der Stadt Ingolstadt verliehen bekam, bezeichnete ihn der damalige Oberbürgermeister Alfred Lehmann als „engagierten, begeisterungsfähigen und temperamentvollen Sinnenmensch“. In unermüdlichem Akten- und Quellenstudium habe Hofmann grundlegende Werke zu fast allen Epochen der Stadt und der Region geschaffen – gekrönt von dem zweibändigen Ingolstadt-Werk, das Hofmann 1974 zusammen mit Professor Theodor Müller und Dr. Wilhelm Reissmüller herausgebracht hatte.

Vor einem Jahr – im Oktober 2013 – wurde Hofmann mit der Goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet. Lehmann nannte ihn in diesem Zusammenhang einen „typischen Unruheständler“, der nach Ende seiner Dienstzeit bei der Stadt enorm viel Zeit in seine wissenschaftliche Arbeit gesteckt und sich „die Erforschung der Stadtgeschichte zur Lebensaufgabe gemacht“ habe.

Auch lange nach seiner Zeit als Kulturreferent war Hofmann bei Kulturveranstaltungen gefragter Gast – etwa als Redner bei Ausstellungseröffnungen. Hofmann redete nicht so schnell, dafür aber meist deutlich länger als sein Nachfolger im Amt.

Kulturreferent Gabriel Engert betonte gestern, Hofmann habe „für das Kulturleben der Stadt die entscheidenden Weichen gestellt“.

Von Ruth Stückle

Ingolstadt: Ehemaliger Kulturreferent und Stadtheimatpfleger Siegfried Hofmann ist am Wochenende gestorben - Lesen Sie mehr auf:
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Rupps Verdienste


Ingolstadt (DK, 15.10.2014) (jsr) Mit Rainer Rupp (75, Foto) als Präsident wurde die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft letztlich erst das, was ihr Titel eigentlich besagt: eine wirklich international agierende Interessenvertretung für das Werk des bayerischen Komponisten. In den acht Jahren seiner Amtszeit ist es Rupp gelungen, dass Mayr nicht nur in der Region aufgeführt wird, sondern auch an wichtigen Theatern Europas. So hat er die erste Aufführung einer großen Oper von Simon Mayr seit über 180 Jahren eingefädelt: 2008 ging „Fedra“ in der Staatsoper Braunschweig über die Bühne. Die Produktion eröffnete in dem Jahr auch die Audi-Sommerkonzerte.
In den folgenden Jahren kamen weitere Opern von Simon Mayr an verschiedenen Theatern heraus:

 

„Medea“ in St. Gallen und an der Bayerischen Staatsoper in München, andere Opern in Regensburg,
Hamburg, in Moutier (Schweiz) und in Posen (Polen). Das Münchner Rundfunkorchester führte zudem
zwei Opern des Vorromantikers konzertant auf und denkt an die Aufführung weiterer Werke. Viele
dieser Produktionen erschienen auf CD und wurden von Rundfunkanstalten ausgestrahlt.
Rainer Rupps Verdienst war es zudem, die Partnerschaft mit dem renommierten Ricordi-Verlag zu
intensivieren. Der Musikverlag arbeitet gerade an einer Gesamtausgabe der Werke Mayrs. Ein erster
Band (das Oratorium „Atalia") ist inzwischen erschienen.

"Klassik ist mir ein Herzensanliegen"

Ingolstadt (DK, 15.10. 2014) Viele Ämter hat Joachim Genosko bereits übernommen. So war er etwa bis vor wenigen Tagen Professor für Volkswirtschaft an der Hochschule Ingolstadt, und er ist nach wie vor Fraktionsvorsitzender der CSU im Ingolstädter Stadtrat.

Joachim Genosko hat das Amt des Präsidenten der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft von Rainer Rupp übernommen - Foto: Rössle

Aber vor dieser neuen Position hat er „sehr großen Respekt“ – wohl wie nie zuvor vor einem neuen Posten. „Denn ich weiß, dass man hier scheitern kann“, sagt er. Als neues Ehrenamt hat Genosko die Präsidentschaft der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft in Ingolstadt angenommen. Fast neun Jahre lang hat Rainer Rupp den Verein geleitet, und er wird auch weiterhin im Hintergrund Kontakte knüpfen. Genosko war zuletzt Schatzmeister.

Für Genosko ist die neue Position fast schon eine Art Berufung. Bereits vor Jahren hat er Rupp in einem vertraulichen Gespräch zu verstehen gegeben, dass er für diese Position zur Verfügung stände, sobald er in Pension ginge. Am 1. Oktober war es soweit, und fast auf den Tag genau konnte der Wirtschaftsprofessor Präsident der Mayr-Gesellschaft werden. Die Pflege der klassischen Musik ist ihm ein Herzensanliegen. Wenn er von seinem sehr guten Musikunterricht am Gymnasium erzählt, davon, wie Musikstücke gründlich analysiert wurden, dann kommt er ins Schwärmen. Und er erzählt, dass er kaum etwas so sehr bedauere wie die Tatsache, dass er nie Gelegenheit hatte, ein Musikinstrument zu erlernen.

In seinem musikalischen Urteil ist Genosko allerdings bescheiden. „Ich werde mir niemals eine Meinung über die Qualität einer Musikaufführung anmaßen. Da verlasse ich mich auf andere, die mehr Ahnung haben“, gibt er zu verstehen. Seine Aufgabe sieht der CSU-Mann eher im Organisatorischen, im Netzwerken.

Für künstlerische Fragen hingegen wünscht er sich die Hilfe eines Spezialisten, der dann möglichst auch in den erweiterten Vorstand der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft gewählt werden sollte. Überraschend ist, dass er hier auch an den bisherigen Geschäftsführer des Vereins denkt, an Franz Hauk. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass die Gesellschaft in den vergangenen Jahren unter der Dauerfehde zwischen dem ehemaligen Präsidenten Rainer Rupp und dem Musiker und Musikmanager Franz Hauk zu leiden hatte.

Entzündet haben sich die Konflikte regelmäßig an Urheberrechtsfragen. Vor Jahren hat die Gesellschaft einen Vertrag mit dem weltweit operierenden Musikverlag Ricordi geschlossen. Geregelt wurde, dass die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft bei der Herausgabe einer Mayr-Gesamtausgabe eng mit dem Verlag kooperiert und dabei vollständig darauf verzichtet, auf eigene Faust Werke des bayerischen Komponisten herauszubringen. Im Gegenzug gewährt Ricordi den Ingolstädtern bei der Aufführung von Mayr-Werken Sonderkonditionen. Der damalige Geschäftsführer der Mayr-Gesellschaft, Franz Hauk, missachtete die Grundsätze jedoch regelmäßig und erstellte fortwährend Notenmaterial für die Aufführung zahlreicher Stücke Simon Mayrs.

Genosko sieht es nun als eine seiner Aufgaben an, Licht in den juristischen Dschungel um das Urheberrecht zu bringen. Die Zusammenarbeit mit Ricordi ist ihm nach wie vor sehr wichtig. Aber: „Wenn Hauk behauptet, er habe bestimmte Urheberrechte, dann muss man das juristisch auseinanderklamüsern“, sagt er. Um Klarheit herzustellen, sei er auch bereit, nach Berlin zu reisen, um mit der neuen Geschäftsführerin von Ricordi zu reden.

Genosko weiß jedoch auch, dass eine internationale Verbreitung der Opern von Mayr nur zusammen mit Ricordi gelingen kann. Denn über die entsprechenden Kontakte verfüge nun einmal nur der international renommierte Musikverlag.

In seiner zunächst dreijährigen Amtszeit will Genosko noch weitere Akzente setzen. So möchte er die Simon-Mayr-Tage erneuern und ausweiten. Es soll in Zukunft ein fester jährlicher Termin für das Festival gefunden werden. Außerdem sollen neben Mayr auch dessen Zeitgenossen aufgeführt werden. Rupps Engagement für eine weltweite Verbreitung der Musik Mayrs soll fortgesetzt werden. Und Genosko möchte Audi dafür gewinnen, der Musik Mayrs bei den Sommerkonzerten ein stärkeres Gewicht einzuräumen. Mit dem Georgischen Kammerorchester (GKO) kann sich Genosko einen Kooperationsvertrag vorstellen. „Das GKO könnte eine Art Festivalorchester für die Simon-Mayr-Tage werden.“

So sehr Genosko ein Volkswirtschaftler ist – ein Primat der Ökonomie gilt für ihn nicht in kulturellen Belangen. Kultur müsse sich nicht unbedingt rechnen, sagt er. Sie verbessere vielmehr das Lebensgefühl der Bürger und die Außenwirkung einer Stadt. „Ingolstadt ist als Autostadt bekannt“, sagt Genosko. „Ingolstadt beginnt zudem, als Sportstadt sich einen Namen zu machen. Es wäre gut, wenn wir auch einen guten Ruf als Kulturstadt bekämen. Dafür kämpfe ich.“

Von Jesko Schulze-Reimpell

 

Blickpunkt Ingolstadt, 12.10. 2014

 

Akzente gesetzt

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  • Veröffentlicht am Sonntag, 12. Oktober 2014 11:50

Geburtstagsempfang für Rainer Rupp, ehemaliger Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft (sr)

Am 26. August feierte er seinen 75. Geburtstag, jetzt wurde das runde Jubiläum offiziell nachgefeiert: Rainer Maria Rupp, ehemaliger Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft e. V. und ehemaliger Direktor des Ingolstädter Scheiner-Gymnasiums, empfing am Dienstagabend zahlreiche Gäste im Ingolstädter Kamerariat. Eingeladen hatte Gabriel Engert, Vizepräsident der Simon-Mayr-Gesellschaft und Kulturreferent der Stadt Ingolstadt.
Engert erinnerte an einzelne Lebensstationen des Jubilars. Als langjähriger Landesvorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes habe Rupp die bayerische Bildungspolitik nachhaltig geprägt. „Denn entscheidend ist immer, welche Persönlichkeit an welcher Stelle wirkt“, so Engert. Die achtjährige Präsidentschaft Rainer Rupps für die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft, die am 27. September 2014 zu Ende ging, nannte der Kulturreferent eine „Erfolgsgeschichte“. In seiner Rede würdigte Engert insbesondere die vielen hochkarätigen Aufführungen von Simon-Mayr-Werken, die Rupp initiiert habe. Damit habe Rainer Rupp im Kulturleben Ingolstadts „Akzente gesetzt“.
Rainer Rupp arbeitete als Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft daran, dass der 1763 geborene Komponist aus Mendorf nicht in Vergessenheit geriet – und zwar international. So wurde 2014 im Rahmen einer Kooperation mit Arosa beim „Kultursommer“ Mayrs komische Oper „L‘Avaro“ in der Schweiz aufgeführt. Anfang August gastierte das Ensemble dann zusammen mit dem Georgischen Kammerorchester im Turm Baur in Ingolstadt und auf Schloss Sandersdorf. Die Musik Johann Simon Mayrs ins Ausland zu tragen, war Rupp ein besonderes Anliegen. Rückblickend meinte der Jubilar über seine Präsidentschaft: „Es war arbeitsreich und ärgerlich, auch das, aber auch schön.“ Unter den zahlreichen Gästen waren Alt-OB Alfred Lehmann, Zweiter Bürgermeister Albert Wittmann, der Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf, Dr. Harald Textor vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds sowie weitere bekannte Lokalpolitiker und Weggefährten Rupps. Für die musikalische Umrahmung des Empfangs sorgten vier Streicher des Georgischen Kammerorches-ters Ingolstadt.

Prof. Joachim Genosko neuer Präsident der Simon-Mayr-Gesellschaft

 

Joachim Genosko, Professor für Volkswirtschaft und Fraktionsvorsitzender der CSU, ist seit Samstag neuer Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft. Damit tritt er die Nachfolge von Rainer Rupp, dem ehemaligen Gymnasialdirektor und früheren Vorsitzenden des Bayerischen Philologenverbandes an, der das Präsidentenamt fast neun Jahre lang engagiert und erfolgreich bekleidet hatte.

Nach der einstimmig erfolgten Wahl bedankte sich Genosko bei seinem Vorgänger herzlich für die geleistete Arbeit und seine zahlreichen Verdienste im Bestreben, Simon Mayr als Komponisten verstärkt ins Bewusstsein der internationalen musikalischen Öffentlichkeit zu rücken, und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstands der Simon-Mayr-Gesellschaft.
Neue Geschäftsführerin ist Christa Niklas, zum Schatzmeister wurde ebenfalls neu Helmuth Schauer gewählt. Auch diese Wahlgänge erfolgten allesamt einstimmig. Alle übrigen Posten bleiben in bewährter Hand: Gabriel Engert als Vizepräsident, PD Dr. Iris Winkler als Editionsleiterin und Monika Geiger als Schriftführerin wurden ebenso einvernehmlich in ihren Ämtern bestätigt.

Stürmen und Brodeln
Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Sänger im Hintergrund: Bei Donizettis „Missa“ spielen die Instrumente die Hauptrolle - Foto: Schaffer

Eine große, sehr große sogar. Denn die Messe wurde eineserseits zum ersten Mal aufgeführt und glich zum anderen einer Mischung aus Opernouvertüre, großer Sinfonie und exzellentem Instrumentalkonzert in einem. Dieses grandiose Musikwerk zeigte, dass Sänger nicht immer im Mittelpunkt stehen müssen; sie wurden bei dieser Messe fast zu Nebendarstellern – obwohl sie ihre Rollen erstklassig füllten. Ohne Franz Hauk wäre man freilich nie in den Genuss solcher Musik gekommen: Er rekonstruierte die Messe nach langen Recherchen in vielen europäischen Bibliotheken, editierte sie und brachte sie schließlich zur Aufführung.

Dass diese Missa mehr ist als die Vertonung des typisch lateinischen Messetextes ist, zeigte sich gleich im zweiten Teil des Kyrie. Da stürmte es, da brodelte es, da zuckten die Blitze, und man konnte fast glauben, Opernkomponist Donizetti, der ja viel früher lebte als Richard Wagner, packe da die Hand des fliegenden Holländers. Dann folgte sogleich der Höhepunkt: das 40-minütige „Gloria“. Mit hervorragenden Solisten – und das waren nicht die Sänger. Sopranistin Siri Karoline Thornhill, Tenor Mark Adler und Bariton Martin Berner machten ihre Sache bestens, doch Donizetti hat in diese Messe so außerordentlich wunderbare und anspruchsvolle Instrumentalistenstellen komponiert, dass der Gesang eigentlich nur schmuckes Beiwerk ist. Sopranistin Marie-Sophie Pollak und Mezzosopranistin Marie-Sande Papenmeyer hatten zudem nur sehr kurze Einsätze im „Ave Maria“ und „Agnus Dei“.

Aber zurück zum Gloria und der leider nicht im Programm erwähnten ersten Klarinettistin. Schon Donizettis Lehrer Simon Mayr muss ein großer Verehrer des Holzblasinstrumentes gewesen sein – was seine Kompositionen für Bassetthorn beweisen. Auch Mayr schrieb virtuose Stellen in Messen für Klarinette – und hat seine Liebe für das Instrument offenbar an seinen Schüler Donizetti übertragen. Was Donizetti für Klarinette in die vermutlich um 1820 komponierte Missa schrieb, übertrifft vieles. Mehr Soli als in jeder Sinfonie, fast so im Mittelpunkt wie in einem Klarinettenkonzert. Ob atemberaubend schnelle Akkordbrechungen, chromatische Läufe oder kantilene Stellen – die Klarinettistin meisterte sie mit Bravour. Nicht minder schwindelerregende Akkordbrechungen zauberte der Hornist auf seinem, das muss besonders hervorgehoben werden, Naturhorn. Da sind solche Stellen doppelt so schwierig. Auch Konzertmeisterin Theona Gubba-Chkheidze brillierte in einem Teil des Glorias mit einem Violinsolo.

Nach so vielen Sahnestücken im ersten Teil ging es im kürzeren zweiten dann mit „Credo“, „Offertorium“, „Sanctus“ und letztendlich „Agnus Dei“ zu Ende. Auch hier dominierte mehr musikalischer Hochgenuss als strenge geistliche Einkehr. Schade, dass es eine Messe war, denn so traute sich keiner zwischen den Teilen für die grandiosen Musiker, Sänger und Franz Hauk zu klatschen. Am Freitagabend hätten es die Akteure mehr als verdient.

Von Christine Engel

Stürmen und Brodeln

Bild: Stürmen und Brodeln. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Ingolstadt: Stürmen und Brodeln
Sänger im Hintergrund: Bei Donizettis „Missa“ spielen die Instrumente die Hauptrolle - Foto: Schaffer

Eine große, sehr große sogar. Denn die Messe wurde eineserseits zum ersten Mal aufgeführt und glich zum anderen einer Mischung aus Opernouvertüre, großer Sinfonie und exzellentem Instrumentalkonzert in einem. Dieses grandiose Musikwerk zeigte, dass Sänger nicht immer im Mittelpunkt stehen müssen; sie wurden bei dieser Messe fast zu Nebendarstellern – obwohl sie ihre Rollen erstklassig füllten. Ohne Franz Hauk wäre man freilich nie in den Genuss solcher Musik gekommen: Er rekonstruierte die Messe nach langen Recherchen in vielen europäischen Bibliotheken, editierte sie und brachte sie schließlich zur Aufführung.

Dass diese Missa mehr ist als die Vertonung des typisch lateinischen Messetextes ist, zeigte sich gleich im zweiten Teil des Kyrie. Da stürmte es, da brodelte es, da zuckten die Blitze, und man konnte fast glauben, Opernkomponist Donizetti, der ja viel früher lebte als Richard Wagner, packe da die Hand des fliegenden Holländers. Dann folgte sogleich der Höhepunkt: das 40-minütige „Gloria“. Mit hervorragenden Solisten – und das waren nicht die Sänger. Sopranistin Siri Karoline Thornhill, Tenor Mark Adler und Bariton Martin Berner machten ihre Sache bestens, doch Donizetti hat in diese Messe so außerordentlich wunderbare und anspruchsvolle Instrumentalistenstellen komponiert, dass der Gesang eigentlich nur schmuckes Beiwerk ist. Sopranistin Marie-Sophie Pollak und Mezzosopranistin Marie-Sande Papenmeyer hatten zudem nur sehr kurze Einsätze im „Ave Maria“ und „Agnus Dei“.

Aber zurück zum Gloria und der leider nicht im Programm erwähnten ersten Klarinettistin. Schon Donizettis Lehrer Simon Mayr muss ein großer Verehrer des Holzblasinstrumentes gewesen sein – was seine Kompositionen für Bassetthorn beweisen. Auch Mayr schrieb virtuose Stellen in Messen für Klarinette – und hat seine Liebe für das Instrument offenbar an seinen Schüler Donizetti übertragen. Was Donizetti für Klarinette in die vermutlich um 1820 komponierte Missa schrieb, übertrifft vieles. Mehr Soli als in jeder Sinfonie, fast so im Mittelpunkt wie in einem Klarinettenkonzert. Ob atemberaubend schnelle Akkordbrechungen, chromatische Läufe oder kantilene Stellen – die Klarinettistin meisterte sie mit Bravour. Nicht minder schwindelerregende Akkordbrechungen zauberte der Hornist auf seinem, das muss besonders hervorgehoben werden, Naturhorn. Da sind solche Stellen doppelt so schwierig. Auch Konzertmeisterin Theona Gubba-Chkheidze brillierte in einem Teil des Glorias mit einem Violinsolo.

Nach so vielen Sahnestücken im ersten Teil ging es im kürzeren zweiten dann mit „Credo“, „Offertorium“, „Sanctus“ und letztendlich „Agnus Dei“ zu Ende. Auch hier dominierte mehr musikalischer Hochgenuss als strenge geistliche Einkehr. Schade, dass es eine Messe war, denn so traute sich keiner zwischen den Teilen für die grandiosen Musiker, Sänger und Franz Hauk zu klatschen. Am Freitagabend hätten es die Akteure mehr als verdient.

Von Christine Engel

Ingolstadt: Die Uraufführung einer Donizetti-Messe überrascht in Ingolstadt - Lesen Sie mehr auf:
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Stürmen und Brodeln

Bild: Stürmen und Brodeln. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Ingolstadt: Stürmen und Brodeln
Sänger im Hintergrund: Bei Donizettis „Missa“ spielen die Instrumente die Hauptrolle - Foto: Schaffer

Eine große, sehr große sogar. Denn die Messe wurde eineserseits zum ersten Mal aufgeführt und glich zum anderen einer Mischung aus Opernouvertüre, großer Sinfonie und exzellentem Instrumentalkonzert in einem. Dieses grandiose Musikwerk zeigte, dass Sänger nicht immer im Mittelpunkt stehen müssen; sie wurden bei dieser Messe fast zu Nebendarstellern – obwohl sie ihre Rollen erstklassig füllten. Ohne Franz Hauk wäre man freilich nie in den Genuss solcher Musik gekommen: Er rekonstruierte die Messe nach langen Recherchen in vielen europäischen Bibliotheken, editierte sie und brachte sie schließlich zur Aufführung.

Dass diese Missa mehr ist als die Vertonung des typisch lateinischen Messetextes ist, zeigte sich gleich im zweiten Teil des Kyrie. Da stürmte es, da brodelte es, da zuckten die Blitze, und man konnte fast glauben, Opernkomponist Donizetti, der ja viel früher lebte als Richard Wagner, packe da die Hand des fliegenden Holländers. Dann folgte sogleich der Höhepunkt: das 40-minütige „Gloria“. Mit hervorragenden Solisten – und das waren nicht die Sänger. Sopranistin Siri Karoline Thornhill, Tenor Mark Adler und Bariton Martin Berner machten ihre Sache bestens, doch Donizetti hat in diese Messe so außerordentlich wunderbare und anspruchsvolle Instrumentalistenstellen komponiert, dass der Gesang eigentlich nur schmuckes Beiwerk ist. Sopranistin Marie-Sophie Pollak und Mezzosopranistin Marie-Sande Papenmeyer hatten zudem nur sehr kurze Einsätze im „Ave Maria“ und „Agnus Dei“.

Aber zurück zum Gloria und der leider nicht im Programm erwähnten ersten Klarinettistin. Schon Donizettis Lehrer Simon Mayr muss ein großer Verehrer des Holzblasinstrumentes gewesen sein – was seine Kompositionen für Bassetthorn beweisen. Auch Mayr schrieb virtuose Stellen in Messen für Klarinette – und hat seine Liebe für das Instrument offenbar an seinen Schüler Donizetti übertragen. Was Donizetti für Klarinette in die vermutlich um 1820 komponierte Missa schrieb, übertrifft vieles. Mehr Soli als in jeder Sinfonie, fast so im Mittelpunkt wie in einem Klarinettenkonzert. Ob atemberaubend schnelle Akkordbrechungen, chromatische Läufe oder kantilene Stellen – die Klarinettistin meisterte sie mit Bravour. Nicht minder schwindelerregende Akkordbrechungen zauberte der Hornist auf seinem, das muss besonders hervorgehoben werden, Naturhorn. Da sind solche Stellen doppelt so schwierig. Auch Konzertmeisterin Theona Gubba-Chkheidze brillierte in einem Teil des Glorias mit einem Violinsolo.

Nach so vielen Sahnestücken im ersten Teil ging es im kürzeren zweiten dann mit „Credo“, „Offertorium“, „Sanctus“ und letztendlich „Agnus Dei“ zu Ende. Auch hier dominierte mehr musikalischer Hochgenuss als strenge geistliche Einkehr. Schade, dass es eine Messe war, denn so traute sich keiner zwischen den Teilen für die grandiosen Musiker, Sänger und Franz Hauk zu klatschen. Am Freitagabend hätten es die Akteure mehr als verdient.

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Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Ingolstadt: Stürmen und Brodeln
Sänger im Hintergrund: Bei Donizettis „Missa“ spielen die Instrumente die Hauptrolle - Foto: Schaffer

Eine große, sehr große sogar. Denn die Messe wurde eineserseits zum ersten Mal aufgeführt und glich zum anderen einer Mischung aus Opernouvertüre, großer Sinfonie und exzellentem Instrumentalkonzert in einem. Dieses grandiose Musikwerk zeigte, dass Sänger nicht immer im Mittelpunkt stehen müssen; sie wurden bei dieser Messe fast zu Nebendarstellern – obwohl sie ihre Rollen erstklassig füllten. Ohne Franz Hauk wäre man freilich nie in den Genuss solcher Musik gekommen: Er rekonstruierte die Messe nach langen Recherchen in vielen europäischen Bibliotheken, editierte sie und brachte sie schließlich zur Aufführung.

Dass diese Missa mehr ist als die Vertonung des typisch lateinischen Messetextes ist, zeigte sich gleich im zweiten Teil des Kyrie. Da stürmte es, da brodelte es, da zuckten die Blitze, und man konnte fast glauben, Opernkomponist Donizetti, der ja viel früher lebte als Richard Wagner, packe da die Hand des fliegenden Holländers. Dann folgte sogleich der Höhepunkt: das 40-minütige „Gloria“. Mit hervorragenden Solisten – und das waren nicht die Sänger. Sopranistin Siri Karoline Thornhill, Tenor Mark Adler und Bariton Martin Berner machten ihre Sache bestens, doch Donizetti hat in diese Messe so außerordentlich wunderbare und anspruchsvolle Instrumentalistenstellen komponiert, dass der Gesang eigentlich nur schmuckes Beiwerk ist. Sopranistin Marie-Sophie Pollak und Mezzosopranistin Marie-Sande Papenmeyer hatten zudem nur sehr kurze Einsätze im „Ave Maria“ und „Agnus Dei“.

Aber zurück zum Gloria und der leider nicht im Programm erwähnten ersten Klarinettistin. Schon Donizettis Lehrer Simon Mayr muss ein großer Verehrer des Holzblasinstrumentes gewesen sein – was seine Kompositionen für Bassetthorn beweisen. Auch Mayr schrieb virtuose Stellen in Messen für Klarinette – und hat seine Liebe für das Instrument offenbar an seinen Schüler Donizetti übertragen. Was Donizetti für Klarinette in die vermutlich um 1820 komponierte Missa schrieb, übertrifft vieles. Mehr Soli als in jeder Sinfonie, fast so im Mittelpunkt wie in einem Klarinettenkonzert. Ob atemberaubend schnelle Akkordbrechungen, chromatische Läufe oder kantilene Stellen – die Klarinettistin meisterte sie mit Bravour. Nicht minder schwindelerregende Akkordbrechungen zauberte der Hornist auf seinem, das muss besonders hervorgehoben werden, Naturhorn. Da sind solche Stellen doppelt so schwierig. Auch Konzertmeisterin Theona Gubba-Chkheidze brillierte in einem Teil des Glorias mit einem Violinsolo.

Nach so vielen Sahnestücken im ersten Teil ging es im kürzeren zweiten dann mit „Credo“, „Offertorium“, „Sanctus“ und letztendlich „Agnus Dei“ zu Ende. Auch hier dominierte mehr musikalischer Hochgenuss als strenge geistliche Einkehr. Schade, dass es eine Messe war, denn so traute sich keiner zwischen den Teilen für die grandiosen Musiker, Sänger und Franz Hauk zu klatschen. Am Freitagabend hätten es die Akteure mehr als verdient.

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Ingolstadt (DK) Was für eine Überraschung in der Asamkirche Maria de Victoria: Franz Hauk, die internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und der Simon-Mayr-Chor mit Ensemble und Solisten führten die „Missa di Gloria e Credo“ d-Moll von Gaetano Donizetti auf. Was soll denn eine Orchestermesse in einer Kirche für eine Überraschung sein, mag sich da mancher denken.

Ingolstadt: Stürmen und Brodeln
Sänger im Hintergrund: Bei Donizettis „Missa“ spielen die Instrumente die Hauptrolle - Foto: Schaffer

Eine große, sehr große sogar. Denn die Messe wurde eineserseits zum ersten Mal aufgeführt und glich zum anderen einer Mischung aus Opernouvertüre, großer Sinfonie und exzellentem Instrumentalkonzert in einem. Dieses grandiose Musikwerk zeigte, dass Sänger nicht immer im Mittelpunkt stehen müssen; sie wurden bei dieser Messe fast zu Nebendarstellern – obwohl sie ihre Rollen erstklassig füllten. Ohne Franz Hauk wäre man freilich nie in den Genuss solcher Musik gekommen: Er rekonstruierte die Messe nach langen Recherchen in vielen europäischen Bibliotheken, editierte sie und brachte sie schließlich zur Aufführung.

Dass diese Missa mehr ist als die Vertonung des typisch lateinischen Messetextes ist, zeigte sich gleich im zweiten Teil des Kyrie. Da stürmte es, da brodelte es, da zuckten die Blitze, und man konnte fast glauben, Opernkomponist Donizetti, der ja viel früher lebte als Richard Wagner, packe da die Hand des fliegenden Holländers. Dann folgte sogleich der Höhepunkt: das 40-minütige „Gloria“. Mit hervorragenden Solisten – und das waren nicht die Sänger. Sopranistin Siri Karoline Thornhill, Tenor Mark Adler und Bariton Martin Berner machten ihre Sache bestens, doch Donizetti hat in diese Messe so außerordentlich wunderbare und anspruchsvolle Instrumentalistenstellen komponiert, dass der Gesang eigentlich nur schmuckes Beiwerk ist. Sopranistin Marie-Sophie Pollak und Mezzosopranistin Marie-Sande Papenmeyer hatten zudem nur sehr kurze Einsätze im „Ave Maria“ und „Agnus Dei“.

Aber zurück zum Gloria und der leider nicht im Programm erwähnten ersten Klarinettistin. Schon Donizettis Lehrer Simon Mayr muss ein großer Verehrer des Holzblasinstrumentes gewesen sein – was seine Kompositionen für Bassetthorn beweisen. Auch Mayr schrieb virtuose Stellen in Messen für Klarinette – und hat seine Liebe für das Instrument offenbar an seinen Schüler Donizetti übertragen. Was Donizetti für Klarinette in die vermutlich um 1820 komponierte Missa schrieb, übertrifft vieles. Mehr Soli als in jeder Sinfonie, fast so im Mittelpunkt wie in einem Klarinettenkonzert. Ob atemberaubend schnelle Akkordbrechungen, chromatische Läufe oder kantilene Stellen – die Klarinettistin meisterte sie mit Bravour. Nicht minder schwindelerregende Akkordbrechungen zauberte der Hornist auf seinem, das muss besonders hervorgehoben werden, Naturhorn. Da sind solche Stellen doppelt so schwierig. Auch Konzertmeisterin Theona Gubba-Chkheidze brillierte in einem Teil des Glorias mit einem Violinsolo.

Nach so vielen Sahnestücken im ersten Teil ging es im kürzeren zweiten dann mit „Credo“, „Offertorium“, „Sanctus“ und letztendlich „Agnus Dei“ zu Ende. Auch hier dominierte mehr musikalischer Hochgenuss als strenge geistliche Einkehr. Schade, dass es eine Messe war, denn so traute sich keiner zwischen den Teilen für die grandiosen Musiker, Sänger und Franz Hauk zu klatschen. Am Freitagabend hätten es die Akteure mehr als verdient.

Von Christine Engel

Ingolstadt: Die Uraufführung einer Donizetti-Messe überrascht in Ingolstadt - Lesen Sie mehr auf:
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Napoleons Traumrollen

Ingolstädter Wissenschaftlerin veröffentlicht Buch zu Johann Simon Mayr

Im Rahmen der sogenannten Mayr-Studien ist ein neuer Band, der siebte, erschienen. Dr. Iris Winkler hat darin unter dem Titel „Napoleons Traumrollen Alexander und Trajan im Werk des Komponisten Giovanni Simone Mayr. Musik und Kulturpolitik im napoleonischen Venedig“ dargestellt, wie Musik auch zum Politikum werden kann und dies am Beispiel Napoleon und Simon Mayr erläutert.

Musikprofessor Reinhard Wiesend schreibt über das Buch: „Den in Mendorf geborenen Simon Mayr, oder wie er in seiner Wahlheimat Italien meist genannt worden ist, Giovanni Simone Mayr, muss man in Ingolstadt nicht mehr vorstellen. Denn dort hat in den letzten 20 Jahren die Musikpflege international Aufsehen erregt dadurch, dass sie diesen seinerzeit renommierten Komponisten, Musiktheoretiker und Musikpädagogen auf ihr Schild gehoben und vermehrt und mit Gewinn Musik dieses Vielseitigen aus dem frühen 19. Jahrhundert zur Aufführung gebracht hat.

Daneben hat eher im Verborgenen auch die Forschung sich des Allroundgenies angenommen; sie hat nicht nur Noten und wissenschaftlich anspruchsvolle Ausgaben für die Konzerte bereit gestellt, sondern es kam und kommt immer mehr auch zu einer Überprüfung der musikhistori-schen Einschätzung des Künstlers. Mayrs Rolle wird mit Recht als zentral für jene Zeit gesehen. Dies trifft allein schon zu für die Aufführungszahlen, denn Mayr war zumindest im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts der führende, erfolgreichste Opernkomponist in Italien. Seine Reputation war damals so groß, dass kein geringerer als Napoleon versuchte (allerdings vergeblich), ihn an seinen Hof zu binden.

Jetzt ist ein Meilenstein in die Öffentlichkeit gerückt worden. Die Musikwissenschaftlerin Dr. Iris Winkler hat ein weiteres, übrigens sehr gut lesbares und anschaulich bebildertes Buch über Mayr vorgelegt. Ihr kommt es darauf an, anhand des gewählten Ausschnitts darzulegen, wie Musik zum Politikum werden kann und wie sich dies bei Napoleon, dem Eroberer, in der Musikpflege vor allem der unterworfenen norditalienischen Regionen niederschlägt. Dabei legt sie Wert auf die Feststellung, dass Napoleon der erste moderne Diktator ist, der sich ganz wesentlich und extensiv der Propaganda bedient. Gegenstand ihres Interesses ist also – neben der selbstverständlich soliden Aufarbeitung der Quellen – insbesondere die Vermittlung und Funktionalisierung von Musik, wie sie sich am Beispiel des von ihr gewählten Sonderfalles darstellt.“

„Napoleons Traumrollen Alexander und Trajan im Werk des Komponisten Giovanni Simone Mayr. Musik und Kulturpolitik im napoleonischen Venedig.“(Mayr-Studien, Band 7. Musikverlag Katzbichler München-Salzburg, 2014.)

http://www2.ingolstadt.de/index.phtml?object=tx%7C1842.55.1&NavID=1842.86&Aktuell_ID=15618

Mayrs „Ginevra di Scozia" bei Oehms Classics

Wegweiser zwischen den Welten

Nachklang des Mayr-Jahres 2013 in einer packenden Aufnahme

Kaum eine andere Neuaufnahme der letzten Jahre bereitet mir soviel Freude wie die vorliegende Ginevra di Scozia von Giovanni Simone Mayr (um für diese seine erfolgreichste italienische Oper auch seinen italienischen Namen zu verwenden), die bei Oehms als Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks (3 CD Oehms Classics OC 960) in ihrer konzertanten Aufführung am 14. Juni 2013 im Stadttheater von Ingolstadt festgehalten wurde. Ingolstadt ist der Sitz der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft (unter Vorsitz von Rainer Rupp), die namhaft an der Pflege des nahe Ingolstadt in Mendorf geborenen Komponisten beteiligt ist.

Il giovane Tedesco Mayr in Italien/Opera Rara

Während Mayrs Geburtsjahr 2013 anderswo fast unbemerkt vorbei ging, rafften sich Ingolstadt und der Bayerische Rundfunk zu einer Großtat auf und brachten Ginevra di Scozia in der gültigen Edition bei Ricordi heraus, konzertant und wirkungsvoll. Ich war schon 2001 zur 200-Jahr-Feier der Premiere mit einer szenischen Aufführung in Triest gewesen und hatte dort bereits von dem musikalischen Reichtum des Werkes geschwärmt, aber die dortige Besetzung (bei Opera Rara nachzuhören) war stilistisch und vokal nicht auf diesem Niveau von Ingolstadt gewesen, auch weil die Triester Premierenbesetzung mit einem wirklich gewöhnungsbedürftigen Counter als Lurciano besetzt war, der im Gegensatz zur Alternative (Gabriella Sborgi, eben nicht aufgenommen, was auch schade wegen der tollen Romina Basso als Ariodante war) mir den Abend verdarb

Mayrs “Ginevra” im Konzert in Ingolstadt/Weinretter/BR/Oehms

Nun, bei Oehms (und am BR vorab gesendet und begeisternd) hat man eine homogene Besetzung vor sich, die nur entzücken kann. Myrto Papatanasiu bezaubert als resolute, gar nicht weinerliche und dabei dunkel-schön singende Ginevra. Anna Bonitatibus begeistert mit gut geführter, weicher Mezzostimme der durchaus heroischen Dimensionen in der Kastratenpartie des Ariodante, ganz wunderbar (und Gott sei Dank kam niemand auf die Idee, einen der üblichen Counter hierfür zu verpflichten!). Magdalena Hinterdobler gibt die freche, liebeshungrige Dalinda mit Effekt. Stefanie Irányi ist ein markanter Bruder des Ariodante, Lurciano (Mezzo, danke!). Der renommierte Mario Zeffiri ist der fiese Polinesso in Person und führt seinen geschmeidigen Tenor in dieser Bösewichtpartie zwischen Schöngesang und Häme außerodentlich eindrucksvoll. Marko Cillic ist ein präsenter Knappe Vafrono, Virgil Mischok der Vorsteher des Templerordens. Peter Schöne sprang sehr kurzfristig als König von Schottland mit markantem Bariton ein – chapeau für diese Leistung.

Ganz fabelhaft: Dirigent George Petrou/Foto Vogel/BR/Oehms

Der Männerchor des Heinrich-Schütz-Ensembles Vornbach (Martin Steidler) und das flexible Münchner Rundfunkorchester stehen unter der Leitung des Spezialisten George Petrou, der vom Hammerflügel aus dirigiert und der ein rasantes, individuelles Idiom in die Musik bringt, ihr ein Gesicht gibt und die Tempi federnd-beweglich hält. Namentlich die Rezitative gehen ab wie die Post und tragen zur lebendigen, natürlichen Wirkung bei. Ich muss gestehen, dass ich bereits die Radioaufnahme viele Male gespielt und nun die CDs seit Tagen laufen habe. Dieser Mayr geht wirklich in die Füße. Danke an alle.

Geerd Heinsen

Chorklasse des Reuchlin-Gymnasiums als Botschafter Simon Mayrs bei den Bayerischen Schulmusiktagen in München





Der Chorklasse 6 des Reuchlin-Gymnasiums wurde eine besonders „ehrenvolle Aufgabe“ zuteil, sie wurde nämlich eingeladen, bei den „Tagen der bayerischen Schulmusik“ im Großen Konzertsaal der Musikhochschule München vor Musiklehrern aus ganz Bayern ein Singspiel über das Leben von Simon Mayr (1763-1845) aufzuführen. Mit ihrer Lehrerin Eva-Maria Atzerodt studierten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse ein selbst geschriebenes Theaterstück ein, das mit etlichen altersgerechten Klavierstücken und zweistimmigen Chorsätzen des in Mendorf geborenen Komponisten angereichert war.
Die Musikwissenschaftlerin und Simon-Mayr-Expertin Dr. Iris Winkler gab ergänzende Informationen zur Forschung über das umfangreiche Schaffen von Simon Mayr. Auf besonderes Interesse der Schulmusiker stieß ihr „Notenbüchlein“, in dem sie kleine Unterrichtsstücke für Klavier zusammengestellt und auch die wichtigsten Lebensstationen Mayrs kindgerecht skizziert hat.

Die Schüler der Chorklasse des Reuchlin-Gymnasiums haben zwei Schuljahre lang eine dritte Musikstunde. Sie dient einerseits der verstärkten Stimmbildung zur Förderung der sängerischen Fähigkeiten der Kinder. Außerdem soll Musikgeschichte praxisorientiert umgesetzt werden, wozu im Falle Simon Mayrs die gemeinsame Erarbeitung eines Theaterstücks diente, die den Kindern viel Spaß bereitete. Mit vielen Ideen widmeten sie sich der Aufgabe, das Leben dieses ihnen noch unbekannten Komponisten, gespickt mit zahlreichen Musikbeispielen, auf die Bühne zu bringen. Die Belohnung für ihren Eifer war der Auftritt vor sachkundigem Publikum in München. Selbstbewusst und motiviert spielten sie ihre Rollen und wurden vor allem für ihr reines, sicheres und klangschönes Singen von den anwesenden Musikpädagogen gelobt.

 

Enge Kooperation mit Arosa Kultur -

Tragisch früher Tod von Christian Buxhofer



Der erste Kontakt liegt zwei Jahre zurück. Im Juli 2012 erlebten 50 Mitglieder unserer Gesellschaft im berühmten Schweizer Tourismuszenrum Arosa eine begeisternde Aufführung der komischen Oper "Der Essighändler" von Johann Simon Mayr, angeregt und veranstaltet durch den Verein Arosa Kultur unter seinem engagierten Geschäftsführer und Präsidenten Christian Buxhofer. Schon damals entstand die Idee einer langfristig angelegten Kooperation unter Einbeziehung des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt.

 

Christian Buxhofer

+ 16.02. 2014

 

Noch am 10. Januar 2014 kam Christian Buxhofer nach Ingolstadt und Sandersdorf, um mit allen Beteiligten der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft, der Marktgemeinde Altmannstein, der Stadt Ingolstadt, des Georgischen Kammerorchesters und des Wittelsbacher Ausgleichsfonds die Details für zwei Gastspiele am 2. August 2014 im Turm Baur (Ingolstadt) und am 3. August auf Schloss Sandersdorf zu regeln. Im Februar erreichte uns die schockierende Nachricht, dass Christian Buxhofer am 16. Februar im 52. Lebensjahr plötzlich verstorben war. Seine Initiative aber wird weiterleben. Die enge Kooperation ist inzwischen vertraglich vereinbart. Die Gastspiele finden statt, nicht zuletzt im Gedenken an ihn.

Freilichtaufführungen am 02. und 03. August 2014

 



Zur Aufführung kommt Simon Mayrs komische Oper Der Geizhals (L' Avaro) mit Solisten aus der Schweiz und dem Ingolstädter Georgischen Kammerorchester. Der Vorverkauf startet Anfang Juli an den Vorverkaufsstellen des DonauKurier und seiner Heimatzeitungen sowie in der Geschäftsstelle der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft und im Rathaus Altmannstein.

 

 

Das Schweizer Ensemble mit Mayrs

komischer Oper Der Essighändler

im Juli 2012

"Ich fordere ein Allegro!"

Eine spannende Flucht, eine mitreißende Story von Autorin Melanie Arzenheimer um einen toten Komponisten: Im packenden Hörspiel erleben Kinder wie Erwachsene den Opernkomponisten ferner Zeit Johann Simon Mayr in der MittwochKlassik um Halb Sieben am 4. Dezember im Musikzentrum Kamerariat, Hohe-Schul-Str. 4, hautnah. Streng gehütete Geheimnisse werden gelüftet. Viel Musik  ist unter der Leitung von Edgar Mayer live bei dieser einzigartigen Präsentation dabei, Schülerinnen, die auch im Spiel um Simon Mayr zu hören sind, musizieren. Es darf von allen herzhaft gesungen werden, wenn der weitgereiste Nikolaus mit seinen Gaben erscheint, der nun im Mayr-Jahr recht neugierig auf den über Bergamo und Ingolstadt hinaus gefeierten Komponisten geworden ist.
Beginn ist 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das Hörspiel kann gegen einen Unkostenbeitrag als kleines, passendes Weihnachtsgeschenk erworben
werden.

Ehrenpräsident Amler
feiert 80. Geburtstag

 

Am 5. November 2013 feierte der Ehrenpräsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft Hans Amler seinen 80. Geburtstag. Die Stadt Ingolstadt ehrte ihren langjährigen Finanzbürgermeister und Träger der goldenen Bürgermedaille aus diesem Anlass mit einem großen Empfang, an dem nicht nur zahlreiche ehemalige und amtierende Kommunalpolitiker teilnahmen, sondern auch viele Weggefährten und Freunde des Jubilars.

Um Hans Amlers besondere Verdienste als ehemaliger Präsident zu würdigen, trafen sich dann am 13. November Mitglieder des erweiterten Vorstandes und Vertreter des Vereins der Freunde der Musik Johann Simon Mayrs aus Altmannstein-Mendorf zu einer kleinen Geburtstagsfeier im Kamerariat. In einer kurzen Ansprache hob Präsident Rainer Rupp dabei Amlers enormen Einsatz hervor, mit dem er von 2002 bis 2005 die entscheidenden Grundlagen für eine echte Mayr-Renaissance geschaffen habe. Er bezog sich dabei vor allem auf die Gründung der seither jährlich stattfindenden Simon-Mayr-Tage im Jahre 2003 und die Gewinnung von heute noch mit der Gesellschaft verbundenen Sponsoren für wichtige Aufführungen und Projekte. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte er seinem Vorgänger schließlich die ihm durch den Vorstand verliehene goldene Mitgliedernadel. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch ein Bläsertrio der Simon-Mayr-Musikschule Ingolstadt.

Aktuelle Meldungen:


1. Am Sonntag, 1. Dezember 2013, findet um 16 Uhr in der Benediktinerabtei Weltenburg im Rahmen des dortigen Adventsmarktes ein Kirchenkonzert statt: Unter Leitung von Christian Bischof bringen der Projektchor Capella Simone Mayr, der Kirchenchor an St. Margaret in München, das Orchester Consortium Musicum und Solisten die Einsiedeln-Messe und das Magnificat zur Aufführung (s. auch Rubrik: "Veranstaltungen").



 

2. Am 2. und 3. August 2014 ist ein Gastspiel von Arosa Kultur in Kooperation mit dem Georgischen Kammerorchester geplant: Dabei soll eine Farsa von Simon Mayr auf Schloss Sandersdorf und in Ingolstadt auf dem Programm stehen. Nähere Informationen folgen.

 

3. Danken möchten wir der Stadt Ingolstadt für die Realisierung eines eigenen Poststempels zum 250. Geburtstag Simon Mayrs.

Simon-Mayr-Jubiläumsjahr 2013 - Gesamtprogramm



Donnerstag, 17. Januar 2013, 20.00 Uhr
Ingolstadt, Festsaal im Stadttheater
AUS DER HEIMAT
ABO 1 GEORGISCHES KAMMERORCHESTER
„SIMON MAYR 250 E LA BUSSOLA“
Ouvertüren von Johann Simon Mayr:
Sisara, David in spelunca Engaddi, Jacob, La Passione
Werke von Igor Loboda und Franz Hummel
Mitwirkende:
Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Lavard Skou Larsen, Leitung
Veranstalter: Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Kartenvorverkauf: DonauKurier Ticket Service, Tel. 0841-9666800
                            www.donaukurier.de/ticketservice
                            eventim: www.eventim.de
                            Tourist Information am Hauptbahnhof
                            Ingolstadt, Tel. 0841-3053005
                            Kulturamt der Stadt Ingolstadt, Tel. 0841-305-1811,
                            E-mail: anja.schipper@ingolstadt.de


Mittwoch, 13. März 2013, 18.30 Uhr
Ingolstadt, Musikzentrum Kamerariat
MITTWOCHKLASSIK UM HALB SIEBEN
Johann Simon Mayr
Klavier- und Kammermusik
Mitwirkende:
Schüler und Schülerinnen der Simon-Mayr-Sing- und Musikschule
Veranstalter: Kulturamt Ingolstadt
Eintritt frei
Spenden erbeten


Freitag, 22. März 2013, 19.30 Uhr
Montag, 25. März 2013, 19.30 Uhr
Mittwoch, 27. März 2013, 19.30 Uhr
Theater Ingolstadt, Großes Haus
GASTSPIEL
Johann Simon Mayr
Adelasia ed Aleramo
Oper in zwei Akten
Mitwirkende:
Hofkapelle München
Musikalische Leitung: Andreas Spering
Bayerische Theaterakademie August Everding in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Master-Studiengang/Operngesang
Inszenierung/Regie: Tilman Knabe
Veranstalter: Theater Ingolstadt
Kartenvorverkauf: Theater Ingolstadt, Tel. 0841-30547200
                            E-mail: theaterkasse@ingolstadt.de

 


Mittwoch, 05. Juni 2013, 18.30 Uhr
Ingolstadt, Musikzentrum Kamerariat
MITTWOCHKLASSIK UM HALB SIEBEN
Simon Mayr heute 2
Gesangs- und Klavierstücke
Mitwirkende:
Chorklasse 6 des Reuchlin Gymnasiums Ingolstadt
Eva Maria Atzerodt, Leitung
Veranstalter: Kulturamt Ingolstadt
Eintritt frei
Spenden erbeten


Sonntag, 09. Juni 2013, 19.00 Uhr
Kirche St. Leodegar, Mendorf
GEDENKGOTTESDIENST
Johann Simon Mayr
Messa per la Settimana Santa in g
Wolfgang Amadé Mozart: Laudate Dominum aus „Vesperae solemnes de Confessore C-Dur , KV 339
Mitwirkende:
Capella Simone Mayr München
Katharina Ruckgaber, Sopran
Christian Bischof, Leitung
Veranstalter: Markt Altmannstein und Freunde der Musik Johann Simon Mayrs Altmannstein-Mendorf


Mittwoch, 12. Juni 2013, 18.30 Uhr
Ingolstadt, Musikzentrum Kamerariat
MITTWOCHKLASSIK UM HALB SIEBEN
Johann Simon Mayr
Venezianische Violinsonaten
Mitwirkende:
Viktor Konjaev, Violine
Veranstalter: Kulturamt Ingolstadt
Eintritt frei
Spenden erbeten


Donnerstag,  13. Juni bis Samstag, 15. Juni,
jeweils 9.30 bis 17 Uhr
Stadtmuseum Ingolstadt, Barocksaal
SYMPOSIUM
Johann Simon Mayr und seine Vorbilder, Zeitgenossen, Nachfolger
Konzeption und Leitung:
PD Dr. Iris Winkler, Simon-Mayr-Forschungsstelle
der KU Eichstätt-Ingolstadt
Veranstalter: Simon-Mayr-Forschungsstelle
der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Stadt Ingolstadt

 

Donnerstag, 13. Juni 2013, 19.30 Uhr

Ingolstadt, Pfarrkirche St. Josef

KIRCHENKONZERT

Johann Simon Mayr

Messe in Es-Dur für Solostimmen, Chor, Bläser und Orgel

Mitwirkende:

Gruppo Fiati Musica Aperta, Bergamo

Leitung: Pieralberto Cattaneo

Veranstalter: Pfarrei St. Josef

Kartenvorverkauf: Pfarrbüro St. Josef, Tel. 0841-967710


Freitag, 14. Juni 2013, 19.30 Uhr
Ingolstadt, Festsaal im Stadttheater
FESTKONZERT
Johann Simon Mayr
Ginevra di Scozia
Dramma eroico in zwei Akten (konzertant)
Mitwirkende:
Kay Stiefermann, Bass
Myrtò Papatanasiu, Sopran
Mario Zeffiri, Tenor
Anna Bonitatibus, Mezzosopran
Stefanie Irányi, Mezzosopran
Magdalena Hinterdobler, Sopran
u.a.
Männerchor des Heinrich-Schütz-Ensembles Vornbach
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: George Petrou
Schirmherr: Ministerpräsident Horst Seehofer
Veranstalter: Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft
Kartenvorverkauf: DonauKurier Ticket Service, Tel. 0841-9666800
www.donaukurier.de/ticketservice


Sonntag, 23. Juni 2013, 10.00 Uhr
Altmannstein, Heilig Kreuz Kirche
GEDENKGOTTESDIENST
Johann Simon Mayr
Missa per la Domenica di Palme
O quot undis lacrimarum
Eja mater
Mitwirkende:
Kirchenchor Altmannstein
Leitung: Wolfgang Schlagbauer
Veranstalter: Markt Altmannstein und Freunde der Musik Johann Simon Mayrs Altmannstein-Mendorf


Sonntag, 07. Juli 2013, 19.00 Uhr
Altmannstein, Heilig Kreuz Kirche
FESTKONZERT
Johann Simon Mayr: 2 Ouvertüren (aus Medea in Corinto und Demetrio)
Gaetano Donizetti: Ouvertüre
Charles Gounod: Caecilienmesse
Mitwirkende:
Karin Banzer, Sopran
Wolfgang Schlagbauer, Tenor
Ludwig Mittelhammer, Bass
Kirchenchor Altmannstein (Chorleitung: Wolfgang Schlagbauer)
Nürnberger Symphoniker
Leitung: Rainer Grasser
Schirmherr: H.H. Domkapellmeister Georg Ratzinger
Veranstalter: Markt Altmannstein, Freunde der Musik Johann Simon Mayrs Altmannstein-Mendorf und Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft
Kartenvorverkauf: Gemeinde Altmannstein
Tel. 09446-9021-0, E-mail: poststelle@altmannstein.de


Samstag, 27. Juli 2013, 19.00 Uhr
Schloss Sandersdorf
GASTSPIEL
Johann Simon Mayr
Il caretto del venditor d`aceto
Farsa giocosa in einem Akt
Mitwirkende:
Gabriele Sagona, Bass
Daniele Piscopo, Bassbariton
Giulia Della Peruta, Sopran
Livio Scarpellini,Tenor
Michele Gallas, Tenor
Kammerensemble der Academia Symphonica, Udine
 PierAngelo Pelucchi, Leitung
Veranstalter: Markt Altmannstein und Freunde der Musik Johann Simon Mayrs Altmannstein-Mendorf
Kartenvorverkauf: Gemeindeverwaltung Altmannstein,
Tel. 09446-9021-0, E-mail: poststelle@altmannstein.de


Freitag, 20. September 2013, 20.00 Uhr
Ingolstadt, Festsaal im Stadttheater
BEETHOVENS SAMBA…
ABO 7 GEORGISCHES KAMMERORCHESTER
„SIMON MAYR 250 E LA BUSSOLA“
Johann Simon Mayr: Sinfonia zur Farsa Il secreto
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur, op. 15
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3 in D-Dur, D 200
Mitwirkende:
Khatia Buniatishvili, Klavier
Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Lavard Skou Larsen, Leitung
Veranstalter: Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Kartenvorverkauf: DonauKurier Ticket Service, Tel. 0841-9666800
                            www.donaukurier.de/ticketservice
                            eventim: www.eventim.de
                            Tourist Information am Hauptbahnhof
                            Ingolstadt, Tel. 0841-3053005
                            Kulturamt der Stadt Ingolstadt, Tel. 0841-305-1811; E-mail:    
                            anja.schipper@ingolstadt.de


Samstag, 28. September 2013, 17.00 Uhr

Kirche Maria de Vicoria Ingolstadt
SIMON MAYR: HARMONIEMUSIK IM EUROPÄISCHEN KONTEXT
Bläserstrücke von Johann Simon Mayr, Johann Stamitz, Johann Christian Bach, Luigi Gatti u.a.
Mitwirkende:
Ensemble "Harmonische Schlemmerey"
Veranstalter: Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft
Kartenvorverkauf: DonauKurier Ticket Service, Tel. 0841-9666800, www.donaukurier.de/ticketservice
Musikhaus Zäch, Tel. 0841-17405
Geschäftsstelle der Internationalen Simon Mayr-Gesellschaft, Tel. 0841-305-2811, simon-mayr-gesellschaft@ingolstadt.de


Donnerstag, 3. Oktober 2013, 16.00 Uhr - LEIDER ABGESAGT
Klosterkirche Abtei Scheyern
SANTA MARIA ITALIA
Marienlieder für Solisten, Chor und Streich- bzw. Kammerorchester
von Johann Simon Mayr, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Michele Puccini, Riccardo Zandonai, Saverio Mercadante, Giovanni Pacini, Franz von Suppè und Stanislaw Moniuszko
Mitwirkende:
Solisten
Chor
Westböhmisches Sinfonieorchester, Marienbad
Hans Peter Wiesheu, Leitung
Kartenvorverkauf: Klosterladen Scheyern,
Tel. 08441-752 249
E-mail: karten@basilikamusik.de

 

 

Sonntag, 1. Dezember 2013, 16.00 Uhr                

Benediktinerabtei Weltenburg


KIRCHENKONZERT                                 
Simon Mayr: Missa Grande c minor (“Einsiedeln-Messe”), Magnificat
Mitwirkende:                                 
Maria Pitsch - Sopran
Ulrike Malotta - Alt
Christian Bauer - Tenor
Tobias Neumann - Bass
Projektchor Capella Simone Mayr und Chor an St. Margaret
Orchester "Consortium Musicum"
Christian Bischof - Leitung



 


MÜNSTERMUSIK
Auch die Münstermusik Ingolstadt plant zum Jubiläumsjahr die Aufführung wichtiger kirchenmusikalischer Werke von Johann Simon Mayr.
Einzelheiten hierzu finden Sie im Internet unter www.muenstermusik-ingolstadt.de


SIMON MAYR CHOR & ENSEMBLE
Der Simon-Mayr-Chor und Ensemble e.V. plant zum Jubiläumsjahr ebenfalls die Aufführung mehrerer bedeutender Werke von Johann Simon Mayr. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.simon-mayr-chor.de

 

 


Überregionale Veranstaltungen:

27.02. – 09.06. 2013    Kammeroper Hamburg: Che Originali von Johann Simon Mayr
                                  genaue Termine und Kartenvorverkauf unter Tel. 040-382959

02. 03. 2013                Hochschule für Musik und Theater München: Symposium „Adelasia ed Aleramo“ -                                   Tradition, Komposition, Rezeption
                                  Genauere Informationen bei der Hochschule für Musik und Theater München,

                                  Tel. 089-289 27 440, www.musikhochschule-muenchen.de

21. 03. 2013                Allerheiligen Hofkirche München: Passionskonzert des Opernstudios der  

                                  Bayerischen Staatsoper und der Orchesterakademie des Bayerischen 

                                  Staatsorchesters: u.a. Auszüge aus La Passione von Johann Simon Mayr

                                  Kartenvorverkauf bei den Freunden des Nationaltheaters
                                  Tel. 089-531048, www.freunde-des-nationaltheaters.de

06.05. 2013                 Philharmonie im Gasteig, München: Ex Umbra in Solem
                                  u.a. Johann Simon Mayr: Ouvertüren und Arien aus dem Oratorium Atalia

                                  Chor und Orchester des Bach Collegiums München; Peter Schreier, Leitung
                                  Kartenvorverkauf unter München Ticket, Tel. 089-54818181,

                                  www.muenchenticket.de

16.06. 2013                 Teatro Donizetti, Bergamo: Ginevra di Scozia: Konzertante Opernaufführung mit

                                  dem Münchner Rundfunkorchester (Wdh. des Konzerts vom 14.06. in Ingolstadt)
                                  zuvor Gedenkgottesdienst in der Basilika S. Maria Maggiore
                                  genauere Informationen zu erfragen bei Prof. Dr. Francesco Bellotto (Bergamo):

                                  bellotto@donizetti.org
 
22.09. 2013                 Abschluss des Ebracher Musiksommers im Kaisersaal: Mit fröhlichem Sinn

                                  Johann Simon Mayr: Suite Bergamasco für Flöte, Piccolo, Klarinette,

                                  Bassettklarinette und Orchester; Werke von Rossini und Beethoven

                                  Philharmonie Festiva; Gerd Schaller, Leitung
                                  Kartenvorverkauf: Tel. 09552-297

06. 10. 2013                Stiftspfarrkirche Altötting: Santa Maria Italia - LEIDER ABGESAGT

                                  (vgl. Konzert in Scheyern am 03.10. 2013)
                                  Kartenvorverkauf unter Kartenzentrale Naue, Tel.: 08671 - 12081;

                                  E-mail: Naue@online.de; Alt-Neuöttinger Anzeiger, Tel.08671 - 5067-0; 

                                  www.pnp.de (Veranstaltungen); MISSIO-Laden, Tel. 08671 - 85579

 

 

16.11. 2013                 10.00 Uhr

                                  Stadtkirche St. Margaret München-Sendling 
                                  Pontifikalgottesdienst mit Reinhard Kardinal Marx zum 100jährigen Jubiläum
                                  Simon Mayr: Missa Grande c minor (“Einsiedeln-Messe”)
                                  Maria Pitsch - Sopran
                                  Ulrike Malotta - Alt
                                  Christian Bauer - Tenor
                                  Tobias Neumann - Bass
                                  Projektchor Capella Simone Mayr und Chor an St. Margaret
                                  Orchester "Consortium Musicum"
                                  Christian Bischof - Leitung




Nov. / Dez. 2013          Symposium in Bergamo: Mayrs komische Opern und Kirchenmusik

                                  veranstaltet von der Fondazione Donizetti
                                  im Rahmen dieses Symposiums zum Todestag Mayrs (2. Dezember) 

                                  Gedenkgottesdienst in der Basilika St. Maria Maggiore
                                  genauere Informationen zu erfragen bei Prof. Dr. Francesco Bellotto (Bergamo): 

                                  bellotto@donizetti.org

 



Änderungen und Ergänzungen vorbehalten

Donaukurier, 31.07. 2013

 

Heitere Töne am Sommerabend

Sandersdorf (DK) Ein wunderbares Werk für einen schönen Sommerabend auf Schloss Sandersdorf: Simon Mayrs Farsa „Il carretto del venditore d’aceto“ (Der Essighändler) wurde aufgeführt unter der Leitung des Dirigenten und ambitionierten Mayr-Forschers PierAngelo Pelucchi mit einem Ensemble Studierender aus Udine, Mitgliedern des Orchesters Academia Symphonica, einer Sängerin und vier Sängern im voll besetzten Schlosshof. Der leichte Witz, das Temperament, die Spielfreude passten vorzüglich an diesen Ort.

 

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Bayerische Staatszeitung, 21.06. 2013

 

LEIDENSCHAFT IN HÖCHSTEN TÖNEN

   Auf dem Bild hoch über der Bühne sinnt der Meister offenbar seinen musikalischen Ideen nach. Die schwebten diesem Johann Simon Mayr offenbar aus den Sphären Mozarts, Beethovens und seiner italienischen Zeitgenossen zu. Und ganz Ingolstadt samt Umgebung schwebt derzeit im Mayr-Himmel zu dessen 250. Geburtstag: 1763 im nahen Mendorf geboren. Man feiert mit Simon-Mayr-Bier, einem Symposion, einer Fülle von Konzerten und Opern und trägt seine Feierlaune sogar bis nach Bergamo, wo Mayr hochgeehrt 1845 gestorben ist. Dort gab es einen Tag nach Ingolstadt konzertant noch einmal seine „Ginevra di Scozia“.

 

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18.06.2013 20:09 Uhr
Ein ungeliebter Jubilar?

Bergamo (DK) Manchmal werden Wünsche schneller wahr, als man es sich zu träumen erhofft hat. Aber aus ganz anderen Gründen als erwartet.

Simon Mayrs Oper „Ginevra di Scozia“, die am vergangenen Freitag in Ingolstadt so grandios konzertant erklang, ist ohne Zweifel eine wunderbare Oper – aber viel zu lang. Unverhofft kam es bei der zweiten Aufführung des Stücks durch das Münchner Rundfunkorchester anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag des Komponisten in Bergamo zu ziemlich energischen Kürzungen. Im zweiten Akt fielen Rezitative, Arien und Chor-Nummern dem Rotstift zum Opfer, sodass das Publikum fast eine halbe Stunde früher das Teatro Donizetti verlassen konnte.

 

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16.06.2013 20:10 Uhr
Ganz und gar ein Theatermensch

Ingolstadt (DK) Wie wird die Simon-Mayr-Renaissance besonders deutlich? Vielleicht allein schon durch die Tatsache, dass der 250. Geburtstag des in Mendorf geborenen Komponisten mit großem Aufwand in Ingolstadt und in seiner Wahlheimat Bergamo gefeiert wird. Dass der Ingolstädter Festsaal bei der Fest-Aufführung seiner Oper „Ginevra di Scozia“ nahezu ausverkauft war. Und dass nach der Premiere die (in dieser ungekürzten Form viel zu lange) Oper vom Publikum mit Bravorufen bejubelt wurde, genauso wie während der Aufführung zahlreiche Arien, Chorsätze und Ensemblenummern. Kein Zweifel: Die Produktion von „Ginevra“ durch das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von George Petrou erwies sich als packendes Erlebnis.

 

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Ganz und gar ein Theatermensch

Bild: Ganz und gar ein Theatermensch. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Wie wird die Simon-Mayr-Renaissance besonders deutlich? Vielleicht allein schon durch die Tatsache, dass der 250. Geburtstag des in Mendorf geborenen Komponisten mit großem Aufwand in Ingolstadt und in seiner Wahlheimat Bergamo gefeiert wird. Dass der Ingolstädter Festsaal bei der Fest-Aufführung seiner Oper „Ginevra di Scozia“ nahezu ausverkauft war. Und dass nach der Premiere die (in dieser ungekürzten Form viel zu lange) Oper vom Publikum mit Bravorufen bejubelt wurde, genauso wie während der Aufführung zahlreiche Arien, Chorsätze und Ensemblenummern. Kein Zweifel: Die Produktion von „Ginevra“ durch das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von George Petrou erwies sich als packendes Erlebnis.

Ingolstadt (DK) Wie wird die Simon-Mayr-Renaissance besonders deutlich? Vielleicht allein schon durch die Tatsache, dass der 250. Geburtstag des in Mendorf geborenen Komponisten mit großem Aufwand in Ingolstadt und in seiner Wahlheimat Bergamo gefeiert wird. Dass der Ingolstädter Festsaal bei der Fest-Aufführung seiner Oper „Ginevra di Scozia“ nahezu ausverkauft war. Und dass nach der Premiere die (in dieser ungekürzten Form viel zu lange) Oper vom Publikum mit Bravorufen bejubelt wurde, genauso wie während der Aufführung zahlreiche Arien, Chorsätze und Ensemblenummern. Kein Zweifel: Die Produktion von „Ginevra“ durch das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von George Petrou erwies sich als packendes Erlebnis.

Ingolstadt: Ingolstadt feiert Simon Mayrs 250. Geburtstag mit der Aufführung des aufwühlenden Musikdramas "Ginevra di Scozia" - Lesen Sie mehr auf:
http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Ingolstadt-Ganz-und-gar-ein-Theatermensch;art598,2772250#777523145

Jubiläumskonzert in Ingolstadt:

„Ginevra di Scozia“ von Simon Mayr (Aufführung: 14. 6. 2013)

 

(Der neue Merker)

Nicht nur Richard Wagner und Giuseppe Verdi werden in diesem Jahr gefeiert, auch Johann Simon Mayr (geb. 1763 in Mendorf in Bayern, gest. 1845 in Bergamo), dessen Geburtstag sich am 14. Juni zum 250. Mal jährte. Aus diesem Grund führten an diesem Tag die Internationale Simon Mayr-Gesellschaft und die Stadt Ingolstadt, wo er am Jesuitenseminar seine Ausbildung erhielt, in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk seine Oper „Ginevra di Scozia“ im Theater Ingolstadt konzertant auf.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie bitte unter "Pressespiegel".


INGOLSTADT: GINEVRA DI SCOZIA – zum 250. Geburtstag von Simon Mayr

INGOLSTADT: GINEVRA DI SCOZIA – Zum 250. Geburtstag von Simon Mayr am 14.06. 2013 (Werner Häußner)

 Auch wenn die letzten Reflexe einer überwundenen Musikgeschichtsschreibung immer noch in einigen Köpfen spuken: Es ist nicht so, dass Genies wie Verdi und Wagner vom Himmel fallen. Längst hat die seriöse wissenschaftliche Aufarbeitung den Geniekult des 19. und 20. Jahrhunderts überwunden, manchen „Kleinmeister“ rehabilitiert, vor allem deutlich gemacht, dass die unbezweifelbar großen, bestimmenden Fixsterne einer Epoche aus dem Vollen der Tradition und ihrer musikalischen Umgebung geschöpft haben.

So ist auch das Interesse an dem bayerisch-italienischen Komponisten, Pädagogen und Gelehrten Johann Simon Mayr in den letzten 20 Jahren nicht nur gewachsen, weil man in Ingolstadt und Bergamo einen peripheren Tonsetzer zum musikalischen Lokalgott hochstilisiert. Sondern weil sich – je mehr Quellen zur Verfügung stehen, desto klarer – abzeichnet, wie entscheidend Mayr die Musikwelt im Italien der Jahre 1800 bis 1825 geprägt hat, wie intensiv nicht nur sein Schüler Gaetano Donizetti auf seinen bahnbrechenden Entwicklungen aufgebaut hat. Und Verdi hat, wie wir von ihm selbst wissen, „seinen“ Mayr gut gekannt.


Neumarkter Nachrichten, 11.06. 2013

 

ANTIKE MORDGESCHICHTEN NEU GEDRUCKT

   Man traf sich in dem mit aufklärerischen Symbolen dekorierten „Illuminatenzimmer“ von Schloss Sandersdorf. Das liegt in einem schmalen Tal an der B 299 östlich Ingolstadt, gehört heute dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds und früher dem Geschlecht derer von Bassus. Wenn man dazu noch weiß, dass Mendorf gleich daneben liegt, ist das Thema klar: Johann Simon Mayr.

Den vollständigen Artikel lesen Sie bitte unter "Pressespiegel".

Pressekonferenz am Donnerstag, den 28. Februar 2013 im Presse Club München

 

 

 

250 Jahre Simon Mayr – Meister der italienischen Oper aus Bayern

 

Zu seinen Lebzeiten gehörte er zu den meistgespielten Opernkomponisten Europas. Sein berühmtester Schüler Gaetano Donizetti verehrte ihn als „Papa Simone“, sein Freund Gioacchino Rossini bezeichnete ihn als „Vater der italienischen Oper, der 50 Jahre jüngere Giuseppe Verdi bewunderte ihn und erwies ihm am Grab die letzte Ehre. Napoleon bot ihm die Stelle des Operndirektors in Paris an. Und dennoch geriet er nach seinem Tod, außer bei Musikspezialisten, weitgehend in Vergessenheit: Giovanni Simone Mayr, am 14. Juni 1763 in Mendorf (heutige Gemeinde Altmannstein) als Johann Simon Mayr geboren, gestorben am 2. Dezember 1845 in Bergamo, wo er an der Seite seines Schülers Donizetti in der Basilika S. Maria Maggiore begraben liegt.

 

Mayrs außergewöhnliche musikalische Begabung fiel schon während seiner dreijährigen Schulzeit im Kloster Weltenburg auf und veranlasste dessen Abt, für ihn ein Stipendium am Jesuitenkolleg Ingolstadt zu beantragen, wo er 1773 eintrat. An erste Kompositionen wagte er sich dann als Student der Universität Ingolstadt (1781 - 1787), wo er sich zwar auf Wunsch des Vaters zunächst in der Theologie und den Rechtswissenschaften versuchte, hauptsächlich aber als Organist und Klavierlehrer tätig war und unter dem Einfluss seines Förderers Baron de Bassus in den Kreis des Geheimbundes der Illuminaten geriet. Nach deren Verbot durch den bayerischen Kurfürsten floh er 1787 mit de Bassus zunächst nach Graubünden. Von dort kam er nach Venedig, wo ab 1790 sein steiler künstlerischer Aufstieg als Komponist von Oratorien und ersten Opern begann. 1802 wurde er als Kapellmeister an die Basilika S. Maria Maggiore in Bergamo berufen, gründete dort 1806 eine noch heute bestehende Musikschule und feierte in der Folgezeit an der Mailänder Scala, aber auch an anderen bedeutenden Theatern Italiens und ganz Europas Triumphe mit seinen rund 60 Opern. Dass er nach seinem Tod trotz dieses Erfolges vergessen wurde, gehört zu den Rätseln der Musikgeschichte.

 

Die seit 1995 bestehende Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft und die Stadt Ingolstadt, nehmen in Kooperation mit Mendorf-Altmannstein und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt den 250. Geburtstag des Komponisten zum Anlass, ihre in den letzten Jahren mit immer mehr Erfolg betriebenen Bemühungen um dessen Wiederentdeckung zu intensivieren. Am 28. Februar stellten der Leiter des Kulturamts Ingolstadt, Jürgen Köhler, und der Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft, Rainer Rupp, im Presse Club München dazu ein umfangreiches und vielseitiges Jubiläumsprogramm vor. Es umfasst allein in der Region um Ingolstadt von März bis November 2013 rund 20 Veranstaltungen, darunter Konzerte des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt, Operngastspiele der Theaterakademie August Everding und der Münchener Hochschule für Musik, ein international besetztes wissenschaftliches Symposium zu Mayrs Vorbildern und Nachfolgern, mehrere festliche Kirchenkonzerte, ein Operngastspiel der Academia Symphonica Udine sowie Festgottesdienste an Mayrs Geburtsort und in Eichstätt, die von einigen seiner zahlreichen kirchenmusikalischen Kompositionen umrahmt werden. Überregionale Aufführungen von Werken Mayrs bieten unter anderem die Kammeroper Hamburg, die Freunde des Nationaltheaters in München, das Münchener Bach Collegium, der Ebracher Musiksommer, der sein Jahresprogramm im September 2013 mit Mayrs Concerto Bergamasco beschließt, und die Fondazione Donizetti, die im Dezember in Bergamo ebenfalls ein wissenschaftliches Symposium durchführt.

 

Im Mittelpunkt dieses ambitionierten Gesamtprogramms, das noch weiter aktualisiert wird, steht am 14. Juni 2013, dem exakten 250. Geburtstag Simon Mayrs, um 19.30 Uhr im Festsaal Ingolstadt ein Jubiläumskonzert, für das Ministerpräsident Horst Seehofer die Schirmherrschaft übernommen hat. In einer konzertanten Aufführung präsentiert das Münchner Rundfunkorchester eine der im 19.Jahrhundert äußerst populären Opern Simon Mayrs, Ginevra di Scozia, die 1801 zur Eröffnung des Teatro Nuovo in Triest uraufgeführt wurde. Der Stoff des Stückes über Liebe und Eifersucht, Intrige und Verleumdung, den auch Georg Friedrich Händel in seiner Oper Ariodante verarbeitet hatte, erfreute sich zu Mayrs Zeiten besonderer Beliebtheit.

 

Die Verpflichtung des Münchner Rundfunkorchesters für diesen Anlass geschah in bewusster Anknüpfung an Mayrs 200. Geburtstag im Jahre 1963, denn auch damals war es das Orchester des Bayerischen Rundfunks, das den Komponisten mit einer konzertanten Aufführung seiner Oper Medea in Corinto im Herkulessaal der Münchner Residenz ehrte. Veronika Weber, Managerin des Münchner Rundfunkorchesters, erinnerte gegenüber der Presse aber nicht nur an dieses Ereignis vor 50 Jahren, sondern auch an ein erst vor zwei Jahren gemeinsam mit der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft erfolgreich durchgeführtes Projekt, die von der Fachpresse sehr positiv aufgenommene Aufführung und Einspielung der Mayr-Oper La Lodoiska unter dem Dirigenten George Petrou, der auch beim Jubiläumskonzert wieder am Pult stehen wird. Es sei „eine Freude für die Musiker, Mayrs melodiöse und handwerklich geschickt gestaltete Musik zu spielen“, sagte die Managerin des Rundfunkorchesters. Weitere gemeinsame Projekte zu Simon Mayr seien daher durchaus möglich, zumal mit dem Musikverlag Ricordi, der eine Werkausgabe Simon Mayrs in Angriff genommen hat, ein renommierter Partner für die professionelle Erstellung des Notenmaterials mit im Bunde sei.

 

Eine besondere Herausforderung für das Management des Rundfunkorchesters wie auch die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft stellte der auf beiden Seiten bestehende Wunsch dar, mit einer Wiederholung des Jubiläumskonzerts in Bergamo die Verbindung zwischen Mayrs bayerischen Wurzeln und seiner italienischen Wahlheimat symbolisch zu unterstreichen. Erhebliche organisatorische und vor allem auch finanzielle Hürden waren zu meistern, um gemeinsam mit der Fondazione Donizetti in Bergamo diese Idee in die Tat umzusetzen. Nun aber werden schon am Tag nach dem Ingolstädter Jubiläumskonzert 95 Musiker und Sänger nach Süden aufbrechen, um dort am Abend des 16. Juni 2013 im Teatro Donizetti Simon Mayrs Ginevra erneut zu Gehör zu bringen, und 100 Mitglieder der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft werden sie dabei begleiten.                      

 

Rainer Rupp

Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft                                                        

 

www.simon-mayr.de

Gesangsstunde mit der Reitgerte


Bild: Gesangsstunde mit der Reitgerte. Hamburg Hamburg (DK) Es muss nicht immer Rossinis „Barbier von Sevilla“ sein oder eines der übrigen robusten Repertoire-Zugpferde, auf die sich die Staatstheater landauf, landab eingeschossen haben.

Simon Mayrs Farsa ins frühe 20. Jahrhundert verlegt: Szene aus „Lauter Verrückte“ in der Hamburger Kammeroper - Foto: Flügel

 

Hamburg (DK) Es muss nicht immer Rossinis „Barbier von Sevilla“ sein oder eines der übrigen robusten Repertoire-Zugpferde, auf die sich die Staatstheater landauf, landab eingeschossen haben.



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MÜNCHEN/ Prinzregententheater: ADELASIA ED ALERAMO von Simon Mayr

München, Prinzregententheater: „ADELASIA ED ALERAMO“ von Simon Mayr – Premiere 22.02.2013 (Werner Häußner)

 Das Völkchen, bei dem Adelasia und Aleramo Zuflucht gefunden haben, liebt die Sauberkeit. In gemeinschaftlicher Arbeit sind die Reste einer durchzechten Nacht schnell in blauen Müllsäcken verschwunden. Dann kann der Alltag beginnen: Adelasia, die Kaisertochter, unterrichtet die Kinder über „Libertá“, Aleramo, der nicht standesgemäße Ehemann – historisch war er wohl „nur“ Mundschenk von Kaiser Otto II. – verteilt im grauen Hausmeisterkittel erst mal italienisches Bier an die Männer. Ein Knall beendet die Idylle: Der Kaiser trifft ein, macht Station auf einem Feldzug, und trifft seine einst verstoßene Tochter wieder. Das Unglück kann beginnen …



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Liebe in Zeiten des Krieges


Bild: Liebe in Zeiten des Krieges. München (DK) Die Party ist vorbei, die Katastrophe kann beginnen. Überall liegen noch die halb ausgetrunkenen Flaschen herum, Betrunkene torkeln zwischen den Bierbänken, bunte Luftballons und Papiertischdecken müssen entfernt werden (Bühne: Wilfried Buchholz).

München (DK) Die Party ist vorbei, die Katastrophe kann beginnen. Überall liegen noch die halb ausgetrunkenen Flaschen herum, Betrunkene torkeln zwischen den Bierbänken, bunte Luftballons und Papiertischdecken müssen entfernt werden (Bühne: Wilfried Buchholz).

 

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espresso online, 30.01. 2013

 

Franz Hauk erhielt Bundesverdienstkreuz

(hk) Für seine Verdienste, insbesondere um die Wiederentdeckung von Simon Mayr, erhielt Dr. Franz Hauk das Bundesverdienstkreuz.

Nähere Informationen finden Sie in unserem Pressespiegel.

Donnerstag, 28.02. 2013

Presseclub München



250 Jahre Simon Mayr – Meister der italienischen Oper aus Bayern

Der 250. Geburtstag Johann Simon Mayrs, des Meisters der italienischen Oper aus Bayern, wird von der Stadt Ingolstadt, der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft und deren Kooperationspartnern im In- und Ausland mit einem Simon-Mayr-Jubiläumsjahr gefeiert.

Der lange Zeit vergessene Komponist, am 14. Juni 1763 in Mendorf /Altmannstein geboren, war von 1773 bis 1787 Schüler und Student in Ingolstadt. Da er sich unter dem Einfluss seines Förderers Baron de Bassus dem in Ingolstadt gegründeten akademischen Geheimbund der Illuminaten angeschlossen hatte, verließ er nach deren Verbot 1787 seine bayerische Heimat und ging mit de Bassus über die Schweiz nach Italien. Seine musikalische Lehrzeit, die er bereits in Ingolstadt begonnen hatte, verbrachte er hauptsächlich in Venedig. Ab 1802 lebte und wirkte er in Bergamo, wo er am 2. Dezember 1845 als angesehener Kapellmeister und Komponist verstarb und an der Seite seines berühmtesten Schülers Gaetano Donizetti auch begraben ist. Als Zeitgenosse von Haydn, Mozart, Beethoven und Rossini war er um 1800 einer der berühmtesten Opernkomponisten Europas. Metropolen wie Rom und Mailand, London und Paris, Wien, St. Petersburg und Lissabon erlebten seine Werke. Rossini bezeichnete ihn als „Vater der italienischen Oper“. Napoleon bot ihm die Stelle des Operndirektors in Paris an, die er allerdings ausschlug. Bekannt war er auch als Musikpädagoge und Gründer einer Musikschule in Bergamo, die noch heute existiert. Constanze Mozart bat ihn um die Ausbildung ihres Sohnes. Bei seinem Begräbnis erwies ihm eine große Trauergemeinde, darunter Giuseppe Verdi, die letzte Ehre.  In der Pressekonferenz wird ein Gesamtprogramm aller regionalen und überregionalen Veranstaltungen zum Simon-Mayr-Jahr vorgestellt. 

Auf dem Podium: Veronika Weber, Managerin des Münchner Rundfunkorchesters, Jürgen Köhler, Leiter des Kulturamts der Stadt Ingolstadt und Rainer Rupp, Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft.  

Das Münchner Rundfunkorchester bringt in einem Jubiläumskonzert am 14. 06. 2013 im Festsaal Ingolstadt, das unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Horst Seehofer steht, Simon Mayrs Oper Ginevra di Scozia konzertant zur Aufführung. Das Konzert wird zwei Tage später in Simon Mayrs italienischer Wahlheimat Bergamo wiederholt.

Info und Anmeldung: Rainer Rupp, Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft, Tel. 0841 305 2811, e-Mail: rainer.rupp@ingolstadt.de



Jubiläumskonzert für Simon Mayr:

Kartenverkauf ab 1. Dezember bei DK-Vorverkaufsstellen

 

Ab Samstag, den 1. Dezember gibt es bei allen Vorverkaufsstellen des DonauKurier und seiner Heimatzeitungen die Eintrittskarten für das große Jubiläumskonzert zu Simon Mayrs 250. Geburtstag, das am Freitag, den 14. Juni um 19.30 Uhr 2013 im Festsaal Ingolstadt stattfindet. Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung ist Ministerpräsident Horst Seehofer. Zur Aufführung kommt die Mayr-Oper Ginevra di Scozia (konzertant) mit international renommierten Solisten und dem Münchner Rundfunkorchester unter dem Dirigenten George Petrou. Das Konzert wird durch Bayern 4 Klassik aufgezeichnet. Karten gibt es für 30 und 25 €. Zwei Tage später findet in Bergamo eine Wiederholung des Konzerts statt. Damit soll anlässlich des Jubiläums die Verbindung zwischen Mayrs Heimatland Bayern und seiner Wahlheimat in Norditalien besonders unterstrichen werden.

 

"Die Künstler lieben Mayrs Musik"

Die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG tritt im kommenden Jahr als Hauptsponsor für das wichtigste Konzert anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag des Mendorfer Komponisten Simon Mayr (1763–1745) auf. Gefördert wird die konzertante Aufführung der Oper „Ginevra di Scozia“ im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt am 14. Juni 2013 durch das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von George Petrou. 

Förderer des Mayr-Festkonzerts (von links): die Managerin des Münchner Rundfunkorchesters Veronika Weber, Volksbank-Vorstandsvorsitzender Richard L. Riedmaier und Rainer Rupp, Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft - Foto: Weinretter

 

Näheres lesen Sie unter der Rubrik "Presseschau" im Bericht des DonauKurier vom 25.10. 2012.

 

 

Kompass führt zu J.S. Mayr

MUSIK Georgisches Kammerorchester Ingolstadt ehrt seinen Lokalmatadoren.

 

INGOLSTADT. Er könnte eine Art „Hauskomponist“ des Orchesters werden:
„Simon Mayr 250 e la bussola“ (Simon Mayr 250 und der Kompass) lautet daher
das Motto des neuen Programms des Georgischen Kammerorchesters
Ingolstadt für die Saison 2013. „Das neue Abonnement ist dem Ingolstädter Lokalmatadoren

gewidmet und italienisch betitelt, weil Johann Simon Mayr all seine Opern auf Italienisch
schrieb“, erläuterte Chefdirigent Lavard Skou Larsen bei der Programmvorstellung.
Der Kompass solle ein Sinnbild für die Richtung sein, das jedes Konzert vorgibt.

 

Den vollständigen Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung lesen Sie bitte im "Pressespiegel".

Ministerpräsident Horst Seehofer übernimmt Schirmherrschaft für das Simon-Mayr-Jubiläum 2013

Ministerpräsident Horst Seehofer hat für das Jubiläumskonzert zum 250. Geburtstag des Komponisten Johann Simon Mayr am 14. Juni nächsten Jahres die Übernahme der Schirmherrschaft zugesagt. In einem Brief, der dieser Tage beim Präsidenten der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft Rainer Rupp einging, schreibt er: „Ihre Bitte um Übernahme der Schirmherrschaft über das Simon-Mayr-Jubiläum im kommenden Jahr hat mich sehr gefreut. Ich sehe darin ein Zeichen der Sympathie und Wertschätzung. Gerne bin ich bereit, diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen.“ Gleichzeitig bittet er um Verständnis dafür, dass er sich wegen bereits feststehender anderweitiger Terminverpflichtungen am 14. Juni 2013 durch ein Mitglied der Staatsregierung vertreten lassen muss. Dass Ministerpräsident Horst Seehofer auf die ihm erst vor wenigen Wochen schriftlich vorgetragene Bitte in kürzester Zeit so positiv reagierte, wertet Rupp als „große Auszeichnung und als Anerkennung der im öffentlichen Bewusstsein wieder deutlich gestiegenen Bedeutung Simon Mayrs“.

 

Der 250. Geburtstag des am 14. Juni 1763 in Mendorf geborenen Komponisten, dem sein Freund Giacomo Rossini den Titel „Vater der italienischen Oper“ verlieh, wird exakt 250 Jahre später am Freitag, den 14. Juni 2013 im Ingolstädter Festsaal mit einer konzertanten Aufführung seiner Oper „Ginevra di Scozia“ durch das Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von George Petrou begangen. Am darauf folgenden Sonntag, den 16. Juni 2013 wird diese Aufführung im Teatro Donizetti in Bergamo wiederholt. Rainer Rupp geht davon aus, dass zahlreiche Mitglieder der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft nicht nur die Ingolstädter Aufführung besuchen, sondern sich auch der geplanten Reise nach Bergamo anschließen werden, um so die Verbindung zwischen der bayerischen Heimat Simon Mayrs und seiner Wahlheimat in Norditalien symbolisch nachzuvollziehen.

 

Auch die Verpflichtung des Münchner Rundfunkorchesters zur Feier des 250. Geburtstages Mayrs ist bewusst gewählt, war es doch dieses Orchester, das im Jahre 1963 zum 200. Geburtstag des Komponisten im Herkulessaal in München unter dem Dirigenten Robert Heger die Oper „Medea“ konzertant zur Aufführung brachte. Bereits 2010 war dieses Orchester ebenfalls unter George Petrou im Ingolstädter Festsaal mit Mayrs Oper „La Lodoiska“ zu erleben, einer Aufführung, die nicht nur im Rundfunk übertragen wurde, sondern auch auf einer durch die Fachliterator sehr positiv bewerteten CD-Einspielung dokumentiert ist.



Zum Nachhören: Kulturkanal Ingolstadt bei RadioIN

http://www.kulturkanal-ingolstadt.de/Podcast/Simon-Mayrs-c-Moll-Messe-unter-Christian-Bischof

 

Simon Mayrs c-Moll-Messe unter Christian Bischof

Es gibt musikalische Talente - und es gibt musikalische Ausnahmetalente. Zu denen zählt der 31jährige Dirigent, Kirchenmusiker und Organist Christian Bischof. Unter seiner Leitung erklang am 1. Dezember in der Abteikirche ein Magnificat und die große c-Moll-Messe des gebürtigen Mendorfer Komponisten Johann Simon Mayr, der in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden wäre. Und was sich in diesem architektonisch meisterhaften Sakralbau an gesanglicher und orchestraler Pracht entfaltete, versetzte wohl alle Zuhörer in Begeisterung.

Mit dem von Christian Bischof selbst gegründeten Projektchor „Capella Simone Mayr“, seinem Chor der Münchner Stadtpfarrkirche St. Margaret und dem Ensemble „Consortium Musicum“ standen ihm zwei machtvolle Klangkörper zur Verfügung, aus denen er die ganze Bandbreite an interpretatorischen Gestaltungsmöglichkeiten herausholte;

Vervollständigt wurde die Besetzung durch ein homogenes, ausdrucksstarkes Solistenquartett, bestehend aus der Sopranistin Maria Pitsch, der AltistinTheresa Holzhauser, dem Tenor Christian Bauer und dem Bass Tobias Neumann.

 

Zum Nachhören: Kulturkanal Ingolstadt bei RadioIN

http://www.kulturkanal-ingolstadt.de/Podcast/Gerd-Schaller-dirigiert-das-Concerto-Bergamasco-von-J-S-Mayr

 

Gerd Schaller dirigiert das Concerto Bergamasco von J. S. Mayr

Schon seit 22 Jahren bereichert er die bayerische Konzertlandschaft, ist Bestandteil des Musikzaubers Franken und findet in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk statt: Der Ebracher Musiksommer – ins Leben gerufen und immer noch geleitet von dem in Bamberg geborenen Dirigenten Gerd Schaller. Zum diesjährigen Abschlusskonzert am 22. September stand unter anderem das Concerto Bergamasco des vor 250 Jahren in Mendorf geborenen Komponisten Johann Simon Mayr auf dem Programm. Deshalb unternahm die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft aus Ingolstadt eine Busfahrt zur ehemaligen Zisterzienserabtei Ebrach.

 

Zum Nachhören: Kulturkanal Ingolstadt bei RadioIN

http://www.kulturkanal-ingolstadt.de/Podcast/Simon-Mayr-Geburtstag-in-Bergamo

 

Simon-Mayr-Geburtstag in Bergamo

 

Das umjubelte Festkonzert mit der Wiederaufführung von Johann Simon Mayrs Erfolgsoper "Ginevra di Scozia" im Festsaal Ingolstadt vom 14. Juni wurde zwei Tage später in Form eines Gastspiels im Teatro Donizetti im norditalienischen Bergamo - der Wahlheimat des Komponisten - wiederholt.
Der Kulturkanal hat an der Mitgliederreise der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft dorthin teilgenommen und die Bergamasker Vorstellung der "Ginevra" mit dem Münchner Rundfunkorchester unter dem jungen griechischen Dirigenten George Petrou sowie einen Festgottesdienst zu Ehren Simon Mayrs in der Basilika Santa Maria Maggiore miterlebt.

Mit dem Consultant Dr. Reinhold Quandt vom Musikverlag Ricordi, dem Schatzmeister und Stadtrat Prof. Joachim Genosko, dem Eichstätter Landrat Anton Knapp und anderen sprachen wir über diesen musikalischen Brückenschlag von Bayern nach Bergamo.

Moderation: Heike Haberl

Mitgliederreise vom 15.-17. Juni nach Bergamo und Poschiavo:

 

Die Gesellschaft dankt Herrn Kulturredakteur Jesko Schulze-Reimpell für einen gelungenen Fotostream, der unter der folgenden Adresse im Internet abrufbar ist:

 

https://www.icloud.com/photostream/de-de/#A55nhQSTGcd13p

Impressionen vom Festkonzert am 14.06. 2013 mit Mayrs Oper "Ginevra di Scozia" im Festsaal Ingolstadt - Bilder: Foto Weinretter

Dr. Reinhard Brandl, MdB, Norbert Hummel und Hannelore Eichenseher, beide Bürgermeister von Altmannstein
Konzertbesucher - drinnen und draußen
Präsident Rainer Rupp im Gespräch mit Frau Schmidt vom Ingolstädter Anzeiger
Präsident Rainer Rupp bei der Begrüßung
Gespanntes Warten vor dem Konzertbeginn
Gut besetzter Festsaal
Der Männerchor des Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach
Die Sopranistin Myrtò Papatanasiu als Ginevra und Dirigent George Petrou
Die Mezzosopranistin Anna Bonitatibus in der Hosenrolle des Ariodante
Anna Bonitatibus, Myrtò Papatanasiu, George Petrou am Hammerflügel, Mario Zeffiri, Stefanie Iranyi, Peter Schöne
Dirigent George Petrou in Aktion
Begeistertes Publikum: Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Media Saturn-Vorstand Horst Norberg, Alt-OB Peter Schnell und Raiffeisen-Vorstand Richard Riedmaier spenden Beifall
Auch dem Eichstätter Landrat Anton Knapp und Generalvikar Isidor Vollnhals gefällt die Aufführung
Die Sopranistin Magdalena Hinterdobler als Dalinda
Das Münchner Rundfunkorchester, der Männerchor des Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach, die Solisten Myrtò Papatanasiu, Anna Bonitatibus, Mario Zeffiri, Stefanie Iranyi und Peter Schöne sowie Dirigent George Petrou
Das gesamte Ensemble...
... beim Schlussapplaus
Dr. Reinhold Quandt vom Ricordi-Verlag, Ehrenpräsident und Altbürgermeister Hans Amler und Kulturreferent Gabriel Engert beim anschließenden Empfang im Rudolf-Koller-Saal
OB-Referent Dr. Christian Lösel, Ehrenpräsident und Altbürgermeister Hans Amler, Kulturreferent Gabriel Engert und OB Dr. Alfred Lehmann
Raiffeisen-Vorstand Richard Riedmaier, OB-Referent Dr. Christian Lösel, Ehrenpräsident und Altbürgermeister Hans Amler, Kulturreferent Gabriel Engert und OB Dr. Alfred Lehmann
Vorsitzender der Geschäftsführung der Media Saturn Holding Horst Norberg mit Frau Gemahlin
OB Dr. Alfred Lehmann und Präsident Rainer Rupp
Ehrengäste beim Empfang
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Ansprache
Oswald Beaujean vom Bayerischen Rundfunk, Programmbereichsleiter BR Klassik
Überreichung der Mitgliedernadel: Erhebung von OB Dr. Alfred Lehmann in den "Nadelstand" durch Präsident Rainer Rupp
Präsident Rainer Rupp, Programmbereichsleiter BR Klassik Oswald Beaujean, BR-Orchestermanagerin Veronika Weber, Raiffeisen-Vorstand Richard Riedmaier

Zum Nachhören: Leporello auf BR Klassik

http://www.br.de/radio/br-klassik/sendungen/leporello/gastspiel-ro-in-bergamo-100.html

 

Zu Gast in Bergamo Das Münchner Rundfunkorchester auf Tour

Anlässlich des 250. Geburtstages von Johann Simon Mayr, einem Zeitgenossen Mozarts, der bei Ingolstadt geboren wurde und den größten Teil seines Lebens in Bergamo lebte, hat das Münchner Rundfunkorchester zwei Festkonzerte gegeben: und zwar in Ingolstadt und in Bergamo.

Von: Susanna Felix, Bearbeitung: Anja Neuwald

Zum Nachhören: Kulturkanal bei RadioIN

http://www.kulturkanal-ingolstadt.de/Podcast/Erfolgreiche-Wiederbelebung-der-Mayr-Oper-Ginevra-di-Scozia

 

Erfolgreiche Wiederbelebung der Mayr-Oper Ginevra di Scozia

Nach 30 Jahren erfolgreicher Bühnenkarriere verschwand die Simon-Mayr-Oper "Ginevra di Scozia" von den Opernspielplänen. Mit einer überzeugenden konzertanten Aufführung im Ingolstädter Festsaal leisteten Dirigent George Petrou, das Münchner Rundfunkorchester, das 8-köpfige Solistenensemble und der Männerchor des Heinrich-Schütz-Ensembles Vornbach musikalische Überzeugungsarbeit für eine erfolgreiche Wiederbelebung.
Im Kulturkanal spricht der bayer. Minister Spaenle von einem italienischen Sommernachtstraum an der bayerischen Donau, der Dirigent George Petrou erweist sich als überzeugter Mayrianer, für den Präsidenten der Internationalen Simon-Mayr-Ges. Rainer Rupp hat sich der finanzielle und organisatorische Kraftakt gelohnt, Chorsänger und Kulturreferent der Audi AG Sebastian Wieser hat durchaus Ohrwurm-Qualitäten in Mayrs Musik entdeckt  und Oswald Beaujean von Bayern4 Klassik macht deutlich, dass nicht nur einige Ingolstädter und Mendorfer Lokalpatrioten an die Qualität der Musik von Simon Mayr glauben.
Ein Konzertbericht von Isabella Kreim

Zum Nachhören: Kulturkanal bei RadioIN

http://www.kulturkanal-ingolstadt.de/index.php

 

Geburtstagsgeschenk für Johann Simon Mayr

Kann es ein besseres Indiz dafür geben, dass der vor 250 Jahren in Mendorf geborene Komponist Johann Simon Mayr gute Chancen hat, die Opernbühnen zurück zu erobern: Der renommierte Musikverlag Ricordi hat eine wissenschaftlich-kritische Gesamtausgabe der Kompositionen Mayrs in Angriff genommen. Als ersten Band konnten Ricordi und die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft die Oper "Medea in Corinto" vorstellen - traditionsbewusst im Illuminatenzimmer von Schloss Sandersdorf, in dem der junge Mayr bei den Geheimbund-Treffen seines Mäzens Thomas de Bassus musiziert hat.

Moderation: Isabella Kreim

Zum Nachhören: Kulturkanal bei RadioIN

 

Kulturkanal, 31.03.13

Die Simon-Mayr-Oper "Adelasia ed Aleramo" als Gastspiel der Bayerischen Theaterakademie in Ingolstadt. Heike Haberl berichtet. mehr...



Zum Nachhören: Kulturkanal bei RadioIN

Kulturkanal, 25.10.12

Festkonzert zum Simon-Mayr-Jahr 2013: Volksbank Raiffeisenbank unterstützt Opern-Produktion; außerdem Hinweise auf Kunstausstellungseröffnungen der Region. mehr...



Zum Nachhören: Kulturkanal bei Radio IN

Kulturkanal, 26.08.12

"Der Essighändler" - komische Oper von Simon Mayr in Arosa mit großem Erfolg wiederaufgeführt. mehr...



 

Zum Nachhören: Kulturkanal bei Radio IN

Kulturkanal, 03.07.11

Eine Fahrt zur Premiere der Simon-Mayr-Oper "Demetrio".  Heike Haberl hat die Simon-Mayr-Gesellschaft nach Moutier in der Schweiz begleitet. mehr...



Zum Nachhören auf BR-Online-Klassik

Simon Mayr und Gaetano Donizetti

Inhalt


Meine Musik Rainer Rupp

 

Er ist Oberstudiendirektor a.D. und hat während seiner Berufstätigkeit in Ingolstadt Deutsch und Englisch unterrichtet. Präsident der Simon-Mayr-Gesellschaft zu sein ist für den 1939 geborenen Rainer Rupp eine ehrenwerte Ruhestands-Tätigkeit und eine "musikalische Vorliebe". Susanne Rohrer sprach mit ihm.

 

Warum kennt man den Komponisten Simon Mayr so wenig? Mit dieser Frage muss ein Gespräch mit Rainer Rupp beginnen. Simon Mayr, der als "Vater der italienischen Oper" gilt, weil ihn einer seiner Schüler, der italienische Opernkomponist Gaetano Donizetti, als eben diesen Vater bezeichnet hat? Simon Mayr, der Zeitgenosse war von Haydn, Beethoven und Rossini?

 

Weil Verdi en vogue war?

 

Audio

 

Zum Nachhören - Susanne Rohrer spricht mit Rainer Rupp Zum Nachhören: Susanne Rohrer spricht mit Rainer Rupp [Meine Musik]


Für Rainer Rupp von der Ingolstädter Simon-Mayr-Gesellschaft gibt es verschiedene Gründe, warum Mayr, der von Bayern nach Italien ging, vergessen wurde, obwohl er Operngeschichte schrieb. Zum Beispiel, dass Verdi en vogue war, als Mayr 1845 starb.

 

Zeitlebens nah an der Musik


Dass der 1763 geborene Komponist aus Mendorf bei Ingolstadt (gestorben 1845) heute aus der Vergessenheit gerissen worden ist, daran arbeitet seit 16 Jahren die Simon-Mayr-Gesellschaft. Deren Geschicke als Präsident führt Rainer Rupp seit fünf Jahren. Wobei die Bescheidenheit des ehemaligen Oberstudiendirektors fast übersehen lässt, wie sehr der Deutsch- und Englischlehrer zeitlebens nah an der Musik dran war.

 

Professionelle Musikkarriere


Josef Schloder, den Herausgeber einer verbreiteten Violinschule hat Rupp in jungen Jahren als Musiklehrer kennengelernt. Der Multiinstrumentalist Rupp hatte sich sogar damals überlegt, ob er nicht eine professionelle Musikkarriere beginnen wolle. Alles kam anders, aber zuletzt ist die Aufgabe des Präsidenten der Simon-Mayr-Gesellschaft geblieben. Wie wenige andere kennt sich Rainer Rupp über den lange vergessenen Komponisten Simon Mayr aus.

 

Linktipp: johann-simon-mayr.de

 

Musik-Info

 

Johann Simon Mayr
"Cento Rimorsi, e Cento" aus der Oper "Fedra"
Chiaudani, Capucine (Sopran), Chor und Orchester des Staatstheaters Braunschweig, Ltg. Gerd Schaller
Johann Sebastian Bach
"Italienisches Konzert", daraus 1. Satz.
Murray Perahia, Klavier
Ludwig van Beethoven
"Fidelio", daraus: "Gefangenenchor"
London Symphony Orchestra und Chor
Ltg.: Sir Colin Davis
Wolfgang Amadeus Mozart
"Klarinettenkonzert", daraus: 2. Satz "Adagio"
Sebastian Manz, Klarinette
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Ltg.: Cornelius Meister

Margarete de Bassus-Stiftung für Johann Simon Mayr

Mit Datum vom 06.11. 2009 wurde im Handelsregister des Kantons Uri in der Schweiz eine Stiftung des Ehrenmitglieds der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft Margarete Baronin de Bassus eingetragen. Der Stiftungszweck ist laut Eintragungstext die Unterstützung von „Tätigkeiten, welche irgendwie mit dem Komponisten Johann Simon Mayr, 1763 - 1845... verbunden sind".
Aus den Einlagen dieser Stiftung fließen der Simon-Mayr-Gesellschaft künftig jährlich 10.000 € zu. Die Gesellschaft dankt Frau de Bassus nachdrücklich für diese großherzige Geste der Verbundenheit (s. Pressebericht).

 

Fortsetzung einer Familientradition

Freunde der Musik Simon Mayrs: Baronin de Bassus und Rainer Rupp, Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft. Foto: Herbert

Donaukurier
10. Dezember 2009 von Jesko Schulze-Reimpell


Ingolstadt/Altdorf (DK) Im Zeitalter von Internet und E-Mail gehen Informationen manchmal seltsame Wege, bahnen sich Pfade quer über den Globus, um dann fast an ihren Ausgangspunkt zurückzugelangen. So erreichte Rainer Rupp, den Präsidenten der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft in Ingolstadt, im November eine denkwürdige E-Mail ausgerechnet von der Schweizer Botschaft in Neu Delhi. Darin berichtete ein Botschaftsmitarbeiter, dass in Altdorf in der Schweiz "eine Stiftung gegründet wurde, welche alle Tätigkeiten fördert, die irgendwie mit dem Komponisten Johann Simon Mayr verbunden sind".


Die Information war korrekt, aber natürlich war sie für Rupp nicht neu. Denn die Gründung der Stiftung hatte er selbst angeregt. Hinter ihr steht eine einzige Person: Margarete Baronin de Bassus, die ehemalige Eigentümerin von Schloss Sandersdorf, die inzwischen in der Schweiz lebt. Als Rainer Rupp bei ihr um Unterstützung für die verschiedenen Projekte der Mayr-Gesellschaft bat, rannte er letztlich offene Türen ein. Die Baronin fördert seit Jahrzehnten die Kultur und ganz besonders den lange vergessenen, in Mendorf geborenen und in Ingolstadt aufgewachsenen Opernkomponisten Mayr (1763-1845). Auf Schloss Sandersdorf wird seine Musik bereits seit Mitte der 80er Jahre gepflegt. Und auch Konzerte der Simon-Mayr-Gesellschaft hatte de Bassus immer wieder finanziell unterstützt.

Jetzt allerdings bekommt ihr Sponsoring noch eine andere Qualität. Mit ihrer Stiftung verpflichtet sich die Baronin, in der nächsten Dekade der Mayr-Gesellschaft in Ingolstadt jährlich 10 000 Euro zu überlassen. Und nach Möglichkeiten soll die Stiftung auch über diesen Zeitraum hinaus die Mayr-Gesellschaft finanzieren.

Margarete de Bassus orientiert sich hier an einer alten Familientradition. Sie tritt in die Fußstapfen von Thomas de Bassus (1752-1815), der im 18. Jahrhundert den jungen Simon Mayr mehr unterstützte als wahrscheinlich jeder andere. Mayr trat immer wieder in Schloss Sandersdorf auf und wohnte auch zeitweilig dort. 1784 musste Thomas de Bassus Hals über Kopf das Schloss verlassen. Als führender Illuminat verfolgte ihn die bayerische Polizei, seine Güter wurden beschlagnahmt. Er floh in die Schweiz und nahm den jungen Simon Mayr mit, der bald danach eine glänzende Karriere in Italien begann.

Für Margarete de Bassus ist die Wiederentdeckung des Opernkomponisten Mayr ein Herzensanliegen. Sie liebt seine Musik und verpasst fast kein wichtiges Konzert mit Werken des Mendorfers. So freut sie sich auch auf die nächste herausragende Opern-Premiere in Ingolstadt im kommenden September. Das Bayerische Rundfunkorchester wird die Oper "La Lodoiska" im Festsaal konzertant aufführen. Für das Konzert im Ingolstädter Festsaal wird die Baronin die Schirmherrschaft übernehmen.