Aktuelles

Pressemitteilung

 

 

„Sinfonia Veneziana“ – Orgelkonzert mit Paola Talamini in der Kirche St. Josef

 

Am Samstag, 20.10. 2018, gibt die versierte Organistin Paola Talamini aus Venedig um 19 Uhr ein Konzert an der neuen Klais-Orgel der Kirche St. Josef in Ingolstadt. Auf dem Programm stehen dabei facettenreiche Bearbeitungen verschiedener „Sinfonie“ aus italienischen Opern und Oratorien von Johann Simon Mayr, Pasquale Anfossi, Antonio Sacchini, Bernardo Ottani und Domenico Cimarosa für Tasteninstrumente.

Diese selten zu hörenden musikalischen Kleinodien hat die Künstlerin selbst in den Archiven und Bibliotheken Venedigs aufgespürt und präsentiert sie nun unter dem passend klangvollen Motto „Sinfonia Veneziana“.

Paola Talamini ist seit 1999 Titularorganistin an der Basilika Santa Maria della Salute. Für Papst Benedikt XVI. spielte sie anlässlich seines Besuches 2011. Ihr Klavierstudium am Conservatorio di Musica Benedetto Marcello in Venedig schloss sie mit Bestnote ab. Sie studierte Cembalo in Mailand, Historische Aufführungspraxis in Venedig wie auch Orgel und Orgelkomposition. Als Musikerin und Musikpädagogin arbeitet sie in den verschiedensten Bereichen, so etwa als Pianistin am Teatro La Fenice oder als Organistin in der anglikanischen Gemeinde San Giorgio. In reger Konzerttätigkeit tritt sie sowohl als Solistin als auch als Begleiterin auf. Von ihr liegen zudem zahlreiche CD-Einspielungen und Editionen vor.

Zu Beginn des Konzerts wird die Musikwissenschaftlerin Prof. Iris Winkler das Publikum fachkundig in die Werke einführen.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende würden sich die Pfarrei St. Josef als Veranstalter wie auch die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft als Kooperationspartner freuen.

Pressemitteilung

 

Konzertantes Museum

Venezianische Kanzonetten

im Stadtmuseum Ingolstadt,

Barocksaal, Samstag, 6. Oktober 2018, 15 Uhr

 

Simon Mayrs venezianische Kanzonetten erklingen am 6. Oktober 2018 um 15 Uhr im Barocksaal des Ingolstädter Stadtmuseums. In Venedig erblühte Simon Mayrs musikalisches Schaffen. Er begann mit der Komposition von Oratorien und Opern. Die unterhaltsamen Kanzonetten im Dialekt der Lagunenstadt waren bei den Venezianern und damaligen Venedig-Touristen bekannt und beliebt. Mary Shelleys musikalische Stiefschwester Claire Clairmont hat sie vielleicht auf ihren Reisen kennengelernt und gesungen.

Die Koloratursopranistin Agnes Preis begann ihr Gesangsstudium in München bei Ilse Hagen. Nachdem sie ihr Magisterstudium der Japanologie, Kunstgeschichte und  Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München abgeschlossen hatte, widmete sie sich ganz dem Gesang und konnte ihre Ausbildung, neben ihrer Teilnahme an Meisterkursen u. a. bei Kammersängerin Sylvia Geszty und Prof. Hanno Blaschke, erfolgreich in Wien bei Prof. Sylvia Greenberg beenden. Opernpartien wie die „Königin der Nacht“ aus W. A. Mozarts „Zauberflöte“ oder auch die „Zerbinetta“ aus Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ zählen ebenso zu ihrem großen Repertoire wie auch W. A. Mozarts „Requiem“ oder die „c-moll-Messe“, Joseph Haydns „Schöpfung“, G. F. Händels „Messias“ und auch zahlreiche Bach-Kantaten. Bei vielen Auftritten in Opern-Produktionen im In- und Ausland zeigt sie ihr Können wie auch bei ihren zahlreichen Arien- und Liederabenden und geistlichen Konzerten. Im Jahr 2007 sang sie die Partie der Königin der Nacht in der „Zauberflöte“, inszeniert von Hector Guedes für das Lyrische Opernensemble Dachau. Als Interpretin der Werke Simon Mayrs ist sie bereits mehrfach aufgetreten.

Die Pianistin Brigitte Pinggéra, Leiterin der Ingolstädter Simon-Mayr-Sing- und Muskschule, begleitet am Flügel.

Mit diesem Konzert wird die neue Reihe Konzertantes Museum im Ingolstädter Stadtmuseum eröffnet.  Der Eintritt ist frei.

 

Prof. Dr. Iris Winkler

Stadtmuseum Ingolstadt

Simon-Mayr-Pflege/Musikbestand und Musikgeschichte Ingolstadts

Zeitgeschichtliche Sammlung

Auf der Schanz 45

85049 Ingolstadt

Tel.: 0049(0)841/305-1813

E-Mail: iris.winkler@ingolstadt.de

Impressionen von unserer Mitgliederreise nach Venedig von 19.-22.04. 2018.

Von der Anreise über Padua über die Besichtigungen in der Lagunenstadt selbst bis zum Zwischenstopp auf der Rückfahrt in Vicenza.

Herzlichen Dank an unsere Forografin Centa Arzberger-Longhi für die schönen Aufnahmen!

Auf den Spuren Simon Mayrs in Venedig (DK, 05.06. 2018)

Die Simon-Mayr-Gesellschaft unternahm mit über 50 Mitgliedern eine erlebnisreiche Fahrt nach Italien

 

Fast alle wichtigen Stationen im Leben „ihres“ Komponisten hat die Internationale Simon-Mayr-Gesellschaft schon bereist – das Kloster Weltenburg, wo er seine ersten Schuljahre verbrachte, Poschiavo im Schweizerischen Graubünden, wohin er zunächst mit seinem Gönner, dem Illuminaten Freiherrn Thomas de Bassus, vor der bayerischen Regierung floh, und natürlich seine norditalienische Wahlheimat Bergamo. Doch ein wesentliches Ziel fehlte bisher: Venedig, die Lagunenstadt, in der Johann Simon Mayr einst bei Kapellmeister Ferdinando Bertoni studierte und mehrere Oratorien für ein Mädchenwaisenhaus schrieb, mit denen er den Grundstein für sein reiches Opernschaffen legte.

Diese Lücke schlossen nun über 50 Mitglieder des engagierten Vereins und brachen Ende April erwartungsvoll zu einer Reise in die Serenissima auf, um dort auf den Spuren des in Mendorf geborenen Maestros zu wandeln. Begleitet wurde die Gruppe von Mayr-Expertin Prof. Iris Winkler, die als Stipendiatin viele Monate in Venedig forschte. So kam die Reisegesellschaft nach einem interessanten Zwischenstopp in der Universitätsstadt Padua (hier liegen Reliquien des Heiligen Antonius) nicht nur in den Genuss einer gewöhnlichen touristischen Stadtführung durch Venedig, sondern erhielt auch exklusive Einblicke in Simon Mayrs dortigen Aufenthalt: das Haus in der Calle dei Cinque, in dem er logierte, das Leben und Treiben auf dem Markt, die Kirche San Cassiano, in der er Angela Venturali, Tochter eines angesehenen Kaufmanns, heiratete. Auf der weitläufigen Terrasse des 1. Stocks im Palazzo Barbarigo, der – direkt benachbart zum Domizil von Donna Leons „Commissario Brunetti“  – das Deutsche Studienzentrum beherbergt und normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, fühlte man sich bei einem atemberaubenden Blick über den Canal Grande fast wie ein „Nobile“, ein adliger Venezianer.  Natürlich durfte da auch eine Besichtigung des majestätisch-prunkvollen „Teatro La Fenice“ nicht fehlen: Prägte Simon Mayr doch die Anfangszeit des weltberühmten Opernhauses kompositorisch wesentlich mit. Einige Nachtschwärmer entschlossen sich sogar zum Besuch einer hinreißenden Aufführung von Donizettis „L`Elisir d`Amore“. Ein Glücksfall, dass hier passend zum Anlass gerade dieses heitere Ränkespiel des bekanntesten Mayr-Schülers gegeben wurde!

Von Mayrs eigenem musikalischem Ideen- und Erfindungsreichtum sollten dann wiederum alle Teilnehmer einen unmittelbaren, lebendigen Eindruck bekommen. Eigens für die Reisegesellschaft gab Titularorganistin Paola Talamini ein Konzert in der Basilica Santa Maria della Salute mit sogenannten „Sinfonie veneziane“, also Orgelfassungen verschiedener Ouvertüren zu Opern und Oratorien Simon Mayrs, die die Musikwissenschaftlerin selbst in den Archiven und Bibliotheken Venedigs entdeckt und herausgegeben hat. Faszinierend, welche facettenreichen orchestralen Klangfarben sie ihrem Instrument damit entlockte. Abgerundet wurde dieser feierliche Rahmen durch eine Besichtigung der Pinacoteca Manfrediniana. Überwiegend sakrale Gemälde und Skulpturen verschiedener Künstler sind dort ausgestellt, unter anderem von Tizian.

Über Vicenza, wo sie noch die architektonischen, harmonisch-eleganten Meisterleistungen des legendären Baumeisters Palladio bewundern konnte, trat die Simon-Mayr-Gruppe schließlich erfüllt die Heimreise an. Bei der Einkehr im Wipptaler Hof am Brenner war man sich einig: Trotz mancher spontan erforderlicher Ablaufänderungen, logistischer Schwierigkeiten beim Vaporetto- und Gondel-Fahren oder kurzzeitiger Verwirrung um vertauschte Gepäckstücke – Venedig war ein Traum!

 

Von Heike Haberl

Ergebnisse der Mitgliederversammlung vom 15.03. 2017

 

Seit Mittwoch, 15.03. 2017 ist der turnusgemäß neu gewählte Geschäftsführende Vorstand der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft im Amt:

Als Präsident wurde Prof. Dr. Joachim Genosko einstimmig wiedergewählt.

Neuer, ebenfalls einstimmig gewählter Vizepräsident ist – in Nachfolge von Kulturreferent Gabriel Engert  - Franz Rottenkolber, der kommissarisch bis auf weiteres zugleich die Aufgaben des Editionsleiters übernimmt.

Geschäftsführerin Christa Niklas, Schatzmeister Helmuth Schauer und Schriftführerin Monika Geiger wurden alle einstimmig in ihren jeweiligen Ämtern bestätigt.

 

Ebenso einvernehmlich beschlossen wurde eine Satzungsänderung in §7.1.

Anstatt wie bisher: „Zum geschäftsführenden Vorstand gehören der Präsident, der Vizepräsident, der Geschäftsführer, der Schriftführer, der Schatzmeister und der Editionsleiter.“

wird es dort zukünftig heißen: „Zum geschäftsführenden Vorstand gehören der Präsident, der Vizepräsident, der Geschäftsführer, der Schriftführer und der Schatzmeister.“